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Bodenseewasser wird für Kühlung genutzt

16.07.2022 • 15:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Bodenseewasser soll ab 2025 für die Kühlung und Beheizung von Hallenbad und Festspielhaus genutzt werden.<span class="copyright"> Stadt Bregenz, Dietmar Stiplovsek</span>
Das Bodenseewasser soll ab 2025 für die Kühlung und Beheizung von Hallenbad und Festspielhaus genutzt werden. Stadt Bregenz, Dietmar Stiplovsek

Stadtvertretung stellte Weichen für Seewassernutzung für Kühlung und Beheizung von Hallenbad und Festspielhaus.

Gleich zwei Themen, bei denen es um Nachhaltigkeit und Klimaschutz geht, waren am Donnerstagabend Thema in der Bregenzer Stadtvertretung. So wurde einerseits grünes Licht zur Seewassernutzung für die Wärme- und Kälteversorgung des neuen Hallenbads und des Festspielhauses gegeben. Andererseits wurde ein Grundsatzbeschluss gefällt, im Stadtteil Weidach ein neues Biomasse-Heizwerk zu errichten. Beide Projekte sollen die Klima- und Energiestrategie 2030 unterstützen, welche im vergangenen Oktober einstimmig beschlossen worden ist.

Zehn Millionen Euro

Eine Wärmemenge von 3300 MWh und eine Kältemenge von 1330 MWh pro Jahr sollen künftig mit einer neuen Anlage mithilfe von Seewassernutzung zur Verfügung gestellt werden können, heißt es in einer Aussendung. Genutzt werden dafür Wärmepumpen sowie „free cooling“. Rund zehn Millionen Euro werden nach Angaben der Stadt für die Errichtung fällig, wobei drei Millionen Euro über Förderungen von Bund und Land finanziert werden sollen. Möglich sei es zudem, die Anlage nicht nur für das Hallenbad und das Festspielhaus zu nutzen, sondern das Seewasser auch in einem erweiterten Versorgungsgebiet wie beispielsweise Bregenz-Mitte zu nutzen. Mit einem Baubeschluss noch in diesem Jahr könnte die Anlage in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden und 2025 in Betrieb gehen

18 Millionen

Noch teurer dürfte einer Machbarkeitsstudie zufolge das Biomasse-Heizwerk in Bregenz-Weidach werden. Rund 18 Millionen Euro soll die Fernwärme-Anlage kosten. Auf einer 4200 Quadratmeter großen Fläche der Illwerke vkw sollen das Heizwerk sowie ein Rundholzlager errichtet werden. Über 250 Objekte könnten mit Wärme versorgt werden. Die Stadt würde sich an dem Projekt mit über 2,33 Millionen Euro beteiligen. Weitere Partner sind die Illwerke vkw, die Bregenzer Stadtwerke sowie die Marktgemeinde Wolfurt. Für den Betrieb soll gemeinsam die Fernwärme Weidach GmbH gegründet werden. Möglicher Baubeginn ist bereits Ende 2023.

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