Lokal

Feines Essen kann auch Gesund sein

16.07.2022 • 14:51 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kinda Aiswedani und ihr Mann Amar Zada. <span class="copyright">Hartinger</span>
Kinda Aiswedani und ihr Mann Amar Zada. Hartinger

Im syrischen Restaurant „Le Jasmin“ in Dornbirn findet man heimische Spezialitäten, die man ohne schlechtes Gewissen genießen kann.

Zimt, Thymian, Nelken in Kombination mit herzhaftem Granatapfel und gewürztem Spinat: Chefkoch Amar Zada findet die perfekte Harmonie zwischen süß und salzig. Gemeinsam mit seiner Frau Kinda Aiswedani führt er das von grünem, wildem Wein umschlungene Restaurant „Le Jasmin“ in Dornbrin. „Die Menschen achten immer mehr auf ihre Ernährung“, meint Aiswedani. „Und unsere syrische Küche ist genau das Richtige: wenig Fett und Zucker!“
Im Lokal arbeitet nur das Ehepaar. Zada kocht und seine Frau bedient die Gäste. Sie würden es auch nicht anders machen wollen, wie die 46-Jährige erzählt: „So habe ich direkten Kontakt zu den Kunden und kann ihre Wünsche wahrnehmen und umsetzen.“ Vor einem Monat haben sie renoviert und mehr Platz für die Gäste geschaffen, damit sie es gemütlicher haben.

Zada kocht täglich frisch. <span class="copyright">Hartinger </span>
Zada kocht täglich frisch. Hartinger

Die Küche

„Es ist alles selbstgemacht“, erzählt Zada stolz und bezieht sich dabei besonders auf die Falafeln und den Hummus. Die syrische Küche beeinhaltet viel Gemüse, Gewürze und ganz wichitg: Nüsse. Sie sind dazu da, um den Geschmack zu verfeinern. Die Besitzer legen viel Wert auf frische Produkte. Deswegen machen sie täglich alle Speisen neu. Es gibt auch die Möglichkeit sich die Leckereien ins eigene Heim zu holen. Das Ehepaar verkauft die selbsgemachte Tahinipaste, einen Rosen & Granatapfelsirup, sowie frisch verpackte Süßigkeiten. Diese kann man perfekt mit einem arabischem Kaffe ergänzt mit Kardamom Gewürz genießen.

Süßspeisen mit arabischem Kaffee. <span class="copyright">HArtinger</span>
Süßspeisen mit arabischem Kaffee. HArtinger

Damit die Köstlichkeiten auch ihren traditionellen Geschmack haben, importiert das Ehepaar einige Lebensmittel. Die Maulbeeren bekommen sie aus Damaskus, ihrer Heimatstadt. Da die Beere aus Syrien süßer ist, eignet sie sich besser für den selbstgemachten Sirup, den sie für Getränke benutzen. Das gleiche gilt für die Pistazien. Sie werden aus Aleppo importiert und meistens für die Süßspeisen, wie Baklava, verwendet. Es wird im „Le Jasmin“ nicht in Zuckersirup getränkt, wie andernorts. „Bei uns besteht Baklava aus dünnem Teig und 80 Prozent Pistazien. Wenig Zucker, das ist uns wichtig“, sagt Aiswedani.

Das Restaurant betreibt das Paar ganz alleine. <span class="copyright">Hartinger</span>
Das Restaurant betreibt das Paar ganz alleine. Hartinger

Es kommen viele Leute vorbei, die schon mal in Syrien waren. „Wenn sie unser Essen probieren sagen sie immer: Ja es schmeckt genau wie in Syrien“, erzählt die Besitzerin. „Das macht uns große Freude. Die positiven Reaktionen der Menschen geben uns Motivation. So lange sie da sind, werden wir weiter machen.“

Petra Milosavljevic

Kontakt und öffnungszeiten

Le Jasmin

Öffnungszeiten:

Montag 9 bis 14:30 Uhr

Dienstag bis Donnerstag 9 bis 14:30, 16:30 bis 19:30

Freitag und Samstag 9 bis 21 Uhr

Telefon: +43 664 1380676

Adresse: Altweg 4 in 6850 Dornbirn

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