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Siebte Strafe mit 20: 16 Monate Gefängnis

20.07.2022 • 17:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Symbolbild/Hartinger

Einbrüche und andere Delikte: Haft für vorbestraften Arbeiter, mildere Sanktionen für Mittäter.

Wegen verschiedener Straftaten mussten sich fünf junge Feldkircher im Alter zwischen 15 und 20 Jahren am Landesgericht Feldkirch verantworten. Im Unterschied zu seinen unbescholtenen Mitangeklagten wies das Strafregister des Erstangeklagten bereits sechs Eintragungen auf. Über den 20-Jährigen wurde bei seiner siebten Verurteilung eine Haftstrafe von acht Monaten verhängt. Hinzu kommen weitere acht Monate aus einer offenen Vorstrafe. Damit beträgt die Gesamtstrafe 16 Monate Gefängnis. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Haft gewesen.

Schuldig gesprochen wurde der Untersuchungshäftling wegen Einbruchsdiebstahls, Diebstahls, versuchter Körperverletzung, gefährlicher Drohung, Sachbeschädigung und unerlaubten Waffenbesitzes. Nach den gerichtlichen Feststellungen hat er bei einem Einbruch in ein Waffengeschäft eine Zierwaffe erbeutet und bei einem Einbruch in einen Container Drohnen und ein Smartphone. Demnach hat er zudem aus dem unversperrten Weinkeller seines Vermieters mehrere Flaschen Wein gestohlen. Freigesprochen wurde der im Nebenhaus wohnende Mieter von Vorwurf, am versuchten Aufbrechen einer Tür zum Wohnhaus seines Vermieters beteiligt gewesen zu sein.

Über einen unbescholtenen 19-Jährigen wurde wegen Einbruchsdiebstahls und falscher Zeugenaussage eine Geldstrafe von 2400 Euro (240 Tagessätze zu je 10 Euro) verhängt, über einen unbescholtenen Gleichaltrigen wegen schwerer Sachbeschädigung eine Geldstrafe von 640 Euro (160 Tagessätze a’ 4 Euro), davon 320 Euro unbedingt. Beide Urteile sind nicht rechtskräftig.

Zwei geständige und unbescholtene Jugendliche haben bei einer denkmalgeschützten Spinnerei Fenster eingeschlagen. Für die schwere Sachbeschädigung kam der 16-Jährige mit einer diversionellen Geldbuße davon, der 15-Jährige mit 45 Stunden Gratisarbeit.