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Vom Bankschalter in den Handel

21.07.2022 • 17:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Vorarlberger legt großen Wert auf regionale Produkte und unterstütz die heimischen Händler.<span class="copyright">Milosavlejvic</span>
Der Vorarlberger legt großen Wert auf regionale Produkte und unterstütz die heimischen Händler.Milosavlejvic

Im Bregenzerwald eröffnet ein neuer Markt: Kramers Spar. Der Geschäftsführer Klaus Kramer schaffte erfolgreich den Sprung aus einer Bank in den Handel.

Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich“ – dieser Spruch hat Klaus Kramer inspiriert. „Mutig sein, Veränderungen zulassen und etwas bewegen“, das sind die Glaubenssätze, nach denen der 50-Jährige lebt und die ihn dazu bewegt haben, einen beruflichen Neustart zu wagen.
Kramer war viele Jahre in der Bank und im Geldgeschäft tätig, bis er 2018 den Markt in Doren übernahm. Das Thema Nahversorgung spielte damals bei den Sorgen der Bevölkerung eine große Rolle. „Dann habe ich mit dem Gedanken gespielt, ob das was für mich wäre“, erzählt der gebürtige Dorener. „Ich wollte wieder zurück zum Handwerk, wenn man es so bezeichnen kann.“ Nach langer Überlegung übernahm Kramer dann tatsächlich die Nahversorgung in seiner Heimatgemeinde. Das hat sich im Bregenzerwald herumgesprochen. So kam schließlich auch die Gemeinde Riefensberg auf ihn mit der Bitte zu, auch dort den Markt zu übernehmen. Und so wurde am Donnerstag „Kramers Spar“ in Riefensberg eröffnet.

“Mir ist es wichtig, dass ich Initiative ergreife etwas zu machen, mutig bin und etwas bewege.”

Klaus Kramer, Geschäftsführer

Für die Menschen

„Das Wichtigste am Tag sind die Kunden“, sagt Kramer. Nicht nur, weil sie für den Laden wichtig seien, sondern auch für den gemeinsamen Austausch. Sein Ziel ist es, den Platz vor dem Geschäft zum sozialen Dreh- und Angelpunkt zu machen und ihn dadurch wiederzubeleben.
Dörfer würden sich zunehmend zu Wohn- und Schlafstätten entwickeln, meint der Bregenzerwälder Einzelhändler. Genau deswegen möchte er den Bewohnern eine Möglichkeiten bieten, im Ort einzukaufen. Es sei wichtig, dass die einzelnen Gemeinden diese Problematik in die Hand nähmen, denn die Nahversorgung sei ein wichtiger Teil des Lebens im Ort, meint Kramer.

Klaus Kramer und seine Mitarbeiter freuen sich auf die Neureröffnung.<span class="copyright">sams</span>
Klaus Kramer und seine Mitarbeiter freuen sich auf die Neureröffnung.sams

Freude an der Arbeit.

„Mich motivieren die Menschen und das Wissen, dass das, was ich tue, wichtig ist“, erklärt Kramer. Die Tätigkeit bereite ihm viel Freude: „Es ist eine schöne Arbeit.“ Man wird ihn bald abwechselnd in seinen beiden Läden finden.
An der Kassa, an der Theke oder im Lager wird der Dorener weiter mit vollem Einsatz mitarbeiten, obwohl er sich auch um das Organisatorische kümmern muss. „Was ich aber besonders an der Arbeit mag ist der Kontakt mit den Kunden“, fügt er lächelnd hinzu.

Im Kramers Spar findet man ein verhältnismäßig überschaubares Sortiment. „Auch wenn es etwas klein ist, man findet das, was man braucht“, ist der Geschäftsführer überzeugt. „Die Zeit jetzt am Anfang wird sicher nicht leicht sein. Es ist ein gewisses Experiment, aber ich vertraue auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das kriegen wir hin.“

Von Petra Milosavljevic

öffnungszeiten

Krames Spar in Riefensberg

Adresse: Dorf 51

Montag bis Freitag 7-18 Uhr und Samstags 7-13 Uhr geöffnet.

Kramers Spar in Doren

Adresse: Grötzern 116

Montag bis Freitag 6:15-18:30 Uhr und Samstags 6:15-13 Uhr geöffnet

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