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Autofahrer zwei Mal mit Pistole bedroht

27.07.2022 • 15:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Symbolbild/Hartinger

Geldstrafe für einschlägig vorbestraften 21-Jährigen wegen Nötigung und gefährlicher Drohung.

Richterin Sabrina Tagwercher hielt die belastenden Angaben des mutmaßlichen Opfers für glaubwürdig und nahm diesen Sachverhalt an: Der 21-jährige Angeklagte überholte am 28. Februar in Hohenems auf der Rheintalautobahn mit seinem Pkw rechts ein anderes Auto und forderte den 48-jährigen Lenker mit Gesten mit Erfolg auf, ihm über die Ausfahrt Hohenems nachzufahren. Bei einem Parkplatz in Hohenems neben dem Kreisverkehr steckte der 21-Jährige eine (wohl nicht echte) Pistole in die Hose und drohte dem 48-Jährigen damit, ihm die Waffe über den Kopf zu ziehen, wenn er nicht sofort verschwinde. Beim Wegfahren richtete der Angeklagte die Pistole aus seinem Autofenster auf den vor ihm fahrenden anderen Lenker.

Die Strafrichterin wertete die Vorfälle als Nötigung und gefährliche Drohung. Dafür wurde der mit vier einschlägigen Vorstrafen belastete Lehrling am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe von 1680 Euro (420 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis gewesen. Die verhängte Geldstrafe entspricht sieben Monaten Haft.

Bei dem Urteil handelt es sich um eine Zusatzstrafe zur rechtskräftigen Verurteilung vom 14. Juli am Bezirksgericht Feldkirch wegen Sachbeschädigung, zu einer Geldstrafe von 640 Euro (120 Tagessätze a’ 4 Euro).

Die Angaben des einen Freispruch beantragenden Angeklagten wurden von der Richterin als Schutzbehauptungen gewertet. Der junge Mann aus dem Bezirk Bludenz gab an, er habe den 48-Jährigen auf der Autobahn links überholt. Der Autolenker sei ihm nachgefahren und beim Parkplatz auf ihn losgegangen. Er selbst habe keine Pistole verwendet. Seine Freundin bestätigte als Zeugin seine Version. Staatsanwalt Heinz Rusch kündigte ein Strafverfahren wegen falscher Zeugenaussage und versuchter Begünstigung gegen die junge Frau an.

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