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Haft für Geldwäsche mit geklautem Kupfer

12.08.2022 • 16:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Symbolbild/Hartinger

20 Monate Gefängnis für vorbestraften Rumänen, der beim Verkauf von gestohlenem Altmetall half.

Der angeklagte Rumäne war nach Ansicht der Richter als Mitglied einer Bande daran beteiligt, dass in der Schweiz gestohlenes Kupfer im Wert von rund 48.000 Euro in Vorarlberg verkauft wurde. Demnach hat der 52-Jährige am 8. April beim Abladen des Diebesguts aus einem in der Schweiz gestohlenen Transportfahrzeug bei einem Altmetallhändler im Bezirk Feldkirch geholfen.

Wegen Geldwäscherei, Hehlerei und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung wurde der mit zwei einschlägigen Vorstrafen belastete Untersuchungshäftling am Freitag am Landesgericht Feldkirch zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt. Zudem  hat der Arbeitslose den erhaltenen Lohn von 200 Euro für seine Mithilfe der Republik Österreich als sogenannten Verfallsbetrag zukommen zu lassen.

Urteil nicht rechtskräftig

Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin Magdalena Rafolt ist nicht rechtskräftig. Denn der Angeklagte und Staatsanwältin Karin Dragosits nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Der Strafrahmen für die Geldwäsche im Rahmen einer kriminellen Vereinigung betrug ein bis zehn Jahre Haft.

Der Schöffensenat war davon überzeugt, dass der Angeklagte als Mitglied einer Bande handelte. Der Angeklagte bestritt den Tatvorwurf und sagte, er habe nicht gewusst, dass das Kupfer in der Nacht zuvor gestohlen worden sei. Verteidiger Stefan Denifl beantragte einen Freispruch.

Staatsanwältin Dragosits sagte, gegen Mitglieder der kriminellen Vereinigung sei ein großes Ermittlungsverfahren anhängig. Die Bande stehe im Verdacht, in Vorarlberg, Tirol und in der Schweiz Einbruchsdiebstähle begangen und danach Diebesgut verkauft zu haben. Auch Angeklagte werde verdächtigt, an Einbrüchen beteiligt gewesen zu sein. Zumal sein Handy bei einem Einbruch in der Nähe des Tatorts eingeloggt gewesen sei. Der Feldkircher Anwalt eines gesuchten rumänischen Beschuldigten war am Freitag Zuhörer im Schöffenprozess.

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