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Forstunternehmer raten, Holz zu sichern

23.08.2022 • 15:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Laut Niederacher könne der Bedarf mit heimischem Holz gedeckt werden. <span class="copyright">Jesenicnik/Shutterstock</span>
Laut Niederacher könne der Bedarf mit heimischem Holz gedeckt werden. Jesenicnik/Shutterstock

Die Nachfrage nach Holz ist gestiegen. Berufsgruppensprecher der Forstunternehmen warnt vor zu spätem Handeln.

Der stellvertretende Berufsgruppensprecher der gewerblichen Forstunternehmen in Vorarlberg Werner Niederacher appelliert, das vorhandene Holz in den heimischen Wäldern zu sichern. Dies sei notwendig, um auf den stark steigenden Bedarf an Brenn- und Energieholz vorbereitet zu sein. Diese Nachfrage nach Heizen mit dem Rohstoff Holz sei durch die höheren Energiepreise und die Unsicherheit der Gasversorgung gestiegen.

Die gewerblichen Forstunternehmen in der Wirtschaftskammer Vorarlberg sehen die Preise für Brennholz und sons­tiges Energieholz wie Pellets und Hackschnitzel nach einigen „problematischen“ Jahren nun wieder auf einem marktgerechten, fairen Niveau. „Das macht den Holzverkauf für private Waldbesitzer wieder lukrativ“, informiert Werner Niederacher. Um der steigenden Nachfrage nach Holz gerecht werden zu können, appelliert er gemeinsam mit den gewerblichen Forstunternehmen an die Waldbesitzer, jetzt jenes Holz zu schlagen, welches dem Wald entnommen werden kann. „Das Potenzial ist gegeben, den Bedarf in Vorarl­berg mit heimischem Holz zu decken“, schätzt Niederacher die Lage ein. „Bei uns im Land wächst mehr Holz nach, als geschlägert wird.“ Allerdings brauche es, um das Holz im Bedarfsfall verfügbar zu haben, eine gute Planung sowie eine entsprechende Vorlaufzeit. Berücksichtigt werden müssen die Kapazitäten der gewerblichen Forstunternehmen für die Holzernte sowie eine Lagerungs- beziehungsweise Trocknungszeit von mindestens einem Jahr. „Bis das Brennholz beim Kunden ankommt, braucht es ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Waldbesitzern, gewerblichen Forstunternehmen und Holzhändlern“, betont der stellvertretende Berufsgruppensprecher.

Verhinderung von Importen

Gewerbliche Forstunternehmen benötigen eine Vorlaufzeit, um ihre Aufträge und den Mitarbeitereinsatz zu planen. Die Berufsgruppe der WKO warnt vor der Gefahr von fehlenden Kapazitäten der Forstunternehmen aufgrund zu später Mobilisierung des Holzes. Als Folge wird genannt, dass der Bedarf des heimischen Holzes möglicherweise nicht gedeckt werden kann, was zur Notwendigkeit von Holzimporten führen könne. Ein Szenario, das mit einer aktiven Waldbewirtschaftung und einer abgestimmten Planung leicht zu verhindern wäre, bekräftigt Niederacher.