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Nachbar klagt wegen Überwachungskameras

31.08.2022 • 14:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Symbolbild <span class="copyright">APA/ROLAND SCHLAGER</span>
Symbolbild APA/ROLAND SCHLAGER

Beklagte Nachbarin sagt in anhängigem Zivilprozess, Wildkameras seien nicht auf Wohnung des Klägers gerichtet.

Der klagende Nachbar aus der Wohnanlage im Bezirk Feldkirch fühlt sich von der Beklagten durch die von ihr aufgestellten Kameras überwacht. Der anwaltlich von Alexander Wirth vertretene Kläger hat seine Nachbarin auf Unterlassung geklagt. Er will vor Gericht erreichen, dass ihr die Überwachung seiner Wohnung und damit der verbotene Eingriff in seine Privatsphäre untersagt wird.

In der ersten Verhandlung in dem anhängigen Zivilprozess beschloss Richterin Teresa Sanader am Mittwoch auf Wunsch der Streitparteien, im November an Ort und Stelle einen Lokalaugenschein durchzuführen. Dabei sollen Vergleichsgespräche für eine gütliche Einigung weitergeführt werden.

Die Beklagte sagte am Mittwoch in der vorbereitenden Tagsatzung, die beiden von ihr im Erdgeschoss in ihrem Garten aufgestellten Wildkameras würden die in einem Obergeschoss gelegene Wohnung des Klägers nicht erfassen. Die Wildkameras würden lediglich fotografieren, wer sich zwei bis drei Meter davor bewege. Sie habe die Wildkameras installiert, weil ihr schon drei Mal Schuhe vor ihrer Wohnungstür gestohlen worden seien. Sie habe zunächst an einen Fuchs gedacht. Auf den Überwachungsfotos sei aber bislang nie ein Fuchs zu sehen gewesen. Deshalb habe die Polizei zu ihr gesagt, beim Dieb handle es sich wohl um einen zweibeinigen Fuchs, vielleicht um einen verschmähten Liebhaber.

Die Beklagte räumte ein, sie habe schon seit 18 Jahren Probleme mit dem klagenden Nachbarn. So habe er die Polizei gerufen, obwohl sie in ihrem Garten gegrillt habe. Der Kläger nahm an der Verhandlung am Mittwoch nicht teil. Beklagtenvertretern Stefan Aberer merkte an, sollte es zu keiner gütlichen Einigung komme, würde im Gegenzug vielleicht seine Mandantin klagen. Denn der Kläger habe an einer Vorhangstange in seiner Wohnung ein Gerät montiert. Damit überwache er möglicherweise seine Klientin akustisch.

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