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Vorarlberger im Spitzenfeld mit dabei

31.08.2022 • 18:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Vorarlberger Teilnehmer und Teilnehmerinnen beim Einmarsch zur Schlussfeier. <span class="copyright">Österreichischer Bundesfeuerwehrverband/Matthias Fischer</span>
Die Vorarlberger Teilnehmer und Teilnehmerinnen beim Einmarsch zur Schlussfeier. Österreichischer Bundesfeuerwehrverband/Matthias Fischer

Vorarlberger Feuerwehr-Wettkampfgruppen zeigten bei den Bundesbewerben in St. Pölten durchwegs gute Leistungen.

Tausende Feuerwehrleute und Besucher aus ganz Österreich waren am vergangenen Wochenende in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten zu Gast. Bei den Bundes-Feuerwehr-Leistungsbewerben wurden in unterschiedlichsten Kategorien die besten Wettkampfgruppen Österreichs gesucht. Auch mehrere Vorarlberger Feuerwehren waren dabei vertreten. Unter die besten Drei schaffte es zwar keine der Ländle-Gruppen dennoch gelang es den meisten, sich im Bundesländervergleich im Spitzenfeld zu platzieren.

Die Wettkampfgruppe Sibratsgfäll hat Vorarlberg ebenfalls vertreten.<span class="copyright"> Florian Steiner</span>
Die Wettkampfgruppe Sibratsgfäll hat Vorarlberg ebenfalls vertreten. Florian Steiner

Oberösterreich dominiert

Dies zeigte sich vor allem in der Kategorie Bronze. Hier schafften es gleich vier Wettkampfgruppen aus Vorarlberg unter die besten 20. Nur Niederösterreich (ebenfalls 4) und Oberösterreich (9) waren so stark oder noch stärker in den Top 20 vertreten als Vorarlberg. Aus beiden Bundesländern waren aufgrund ihrer Größe jedoch auch deutlich mehr Teilnehmer im Wettkampf vertreten. Den Sieg holte sich die Feuerwehr Hinterschiffl aus Oberösterreich. Bester Ländle-Vertreter war die Wettkampfgruppe aus Röns auf dem sechsten Platz. Knapp dahinter lag auf Platz Zehn die Feuerwehr Düns. Die Wettkampfgruppen aus Sibratsgfäll (16.) und Ludesch (17.) komplettierten das Vorarlberger Quartett in den Top 20. Nicht ganz so gut lief es für die Feuerwehren Au (96.) und Laterns (131.), wobei vor allem die Fehlerpunkte eine bessere Platzierung verhinderten.

Löschangriff und Staffellauf

Bei den Bewerben geht es für die Teams darum, einen Löschangriff möglichst schnell durchzuführen. Zugleich müssen alle Handgriffe richtig ausgeführt werden, da es ansonsten Fehlerpunkte gibt. Nach dem Löschangriff steht zudem ein Staffellauf auf dem Programm, der ebenfalls Teil der Wertung ist. In der Kategorie Bronze, welche vor allem in den östlichen Bundesländern als Königsklasse gilt, sind die Positionen beim Löschangriff fix vergeben. Sprich, die einzelnen Teammitglieder wissen im Vorhinein, welche Aufgabe sie erfüllen müssen. Dies ermöglicht eine gezielte Vorbereitung. In Vorarlberg liegt der Fokus bei den Bewerben eher auf der Kategorie Silber. Hier werden die Positionen im Löschangriff vor dem Lauf ausgelost. Jedes Gruppenmitglied muss daher auch jede Position ausfüllen können.

Schnelligkeit und Präzision sind beim Löschangriff gefordert.<span class="copyright"> Hermann Kollinger</span>
Schnelligkeit und Präzision sind beim Löschangriff gefordert. Hermann Kollinger

In der Kategorie Silber war Vorarlberg mit vier Gruppen vertreten. Röns (5.) und Schnifis (6.) schafften es in die Top Ten, wobei die ersten vier Plätze von Feuerwehren aus Oberösterreich belegt wurden. Den Sieg holte sich die Wettkampfgruppe Rutzenmoos. Thüringerberg (34.) und Übersaxen (43.) schafften es als weitere Vertreter Vorarlbergs ebenfalls in die vordere Hälfte des 114 Gruppen umfassenden Teilnehmerfelds.

In beiden Kategorien werden auch Bewerbe mit Alterspunkten durchgeführt. Hier fließt das Alter der Gruppenmitglieder in die Bewertung mit ein, um auch ältere Feuerwehrleute zur Teilnahme zu motivieren und nicht zu benachteiligen. Vorarlberg war hier mit zwei Gruppen vertreten: Schnifis (Bronze/35.) und Lustenau (Silber/8.).

Nicht zuletzt wird auch ein Wettkampf für reine Damenteams durchgeführt. Wie berichtet waren für Vorarlberg die „Wettkampfmädels Leiblachtal“ am Start. Sie belegten den siebten Platz. Das Ziel, einen fehlerfreien Lauf hinzulegen, haben die Vorarlbergerinnen dabei erreicht. Ebenso erzielten sie beim Löschangriff eine neue persönliche Bestzeit.

2024 in Vorarlberg

Bereits in zwei Jahren stehen die nächsten Bundes-Feuerwehr-Leistungsbewerbe an. Dann wird Feldkirch-Gisingen zum Treffpunkt für Feuerwehrleute aus ganz Österreich.

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