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Opfer in 14 Minuten zwei Mal verprügelt

02.09.2022 • 14:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der 26-jährige verletze einen Mann in einem Tankstellenshop.<span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Der 26-jährige verletze einen Mann in einem Tankstellenshop.Symbolbild/Hartinger

Geldstrafe und bedingte Haftstrafe für einschlägig vorbestraften 26-Jährigen, der 25-Jährigen schwer verletzte.

Der geständige Angeklagte hat am 30. April bei einer Tankstelle in Bregenz einen 25-Jährigen innerhalb von 14 Minuten zwei Mal geschlagen. Dabei wurde das Opfer nach den gerichtlichen Feststellungen schwer verletzt.

Wegen absichtlich schwerer Körperverletzung und versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung wurde der mit einer einschlägigen Vorstrafe belastete 26-Jährige am Freitag am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von 15 Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 2940 Euro (420 Tagessätze zu je 7 Euro) verurteilt.
Das Urteil, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig, denn die Staatsanwältin nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Der Strafrahmen belief sich auf ein bis zehn Jahre Gefängnis. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht 22 Monaten Haft. Als Teilschmerzengeld hat der Angeklagte dem Verletzten 1000 Euro zu bezahlen.

Nach Ansicht der Richter hat der Tschetschene zuerst um 18.08 Uhr im Tankstellenshop dem 25-Jährigen wuchtige Faustschläge ins Gesicht versetzt und, als der Bauarbeiter auf dem Boden lag, auch noch einen Fußtritt ins Gesicht. Der Schöffensenat unter dem Vorsitz von Richter Christoph Stadler wertete diese Tat als versuchte absichtlich schwere Körperverletzung.
Danach fuhr der Täter dem Urteil zufolge weg, kehrte zur Tankstelle zurück und versetzte dort um 18.22 Uhr dem bereits Verletzten wiederum Faustschläge ins Gesicht. Die zweite Tat stuften die Richter als absichtlich schwere Körperverletzung ein. Der Geschädigte sagte vor Gericht als Zeuge, er habe wegen der Vorfälle auch jetzt noch Kieferschmerzen beim Kauen.

Familie versorgen

Von einer zu verbüßenden Haftstrafe sei auch deshalb abgesehen worden, damit der arbeitende Angeklagte seine Familie versorgen und Schadenersatzzahlungen leisten könne, sagte Richter Stadler.

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