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Höhere Strafe für versuchte Vergewaltigung

10.09.2022 • 23:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Symbolbild/Hartinger

Oberlandesgericht erhöhte zu verbüßende Haftstrafe für Vergewaltigungsversuch an Tochter der Partnerin von fünf auf acht Monate.

Der in der Türkei geborene Österreicher hat nach Ansicht der Richter die 18-jährige Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin im November 2019 in der Wohnung im Bezirk Feldkirch zu vergewaltigen versucht. Zudem hat er sie nach den gerichtlichen Feststellungen im August 2020 an die Wand gedrückt und damit gedroht, sie umzubringen.
Der Schuldspruch im Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch erfolgte im Oktober 2021 wegen versuchter Vergewaltigung und Nötigung. Dafür wurde der unbescholtene 51-Jährige zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Davon betrug der unbedingte, zu verbüßende Teil fünf Monate. Als Teilschmerzengeld hat der Angestellte dem Opfer 2000 Euro zu bezahlen.

Rechtskräftiges Urteil

Das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) hob nun die zu verbüßende Haftstrafe um drei Monate an. In der Berufungsverhandlung wurde die teilbedingte Freiheitsstrafe auf 24 Monate erhöht. Davon macht der unbedingte Teil acht Monate Gefängnis aus. 16 Haftmonate wurde für eine Probezeit von drei Jahren auf Bewährung bedingt ausgesprochen. Damit wurde der Strafberufung der Staatsanwaltschaft Feldkirch Folge gegeben. Der Strafrahmen belief sich auf ein bis zehn Jahre Gefängnis. Erst fünf Wochen nach der vom Gericht festgestellten Tat wurde per 1. Jänner 2020 die Mindeststrafe für Vergewaltigung auf zwei Jahre Gefängnis angehoben.
Das Urteil ist jetzt rechtskräftig. Denn schon im Juni wies der Oberste Gerichtshof (OGH) in Wien die Nichtigkeitsbeschwerde des einen Freispruch beantragenden Angeklagten zurück. Damit wurde der Schuldspruch bestätigt.

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Die Strafrichter hielten die Angaben der Belastungszeugin für glaubwürdig. Die 18-Jährige sagte, der Lebensgefährte ihrer Mutter habe auf der Wohnzimmercouch zuerst ihren lädierten Rücken mit Salbe eingecremt. Danach habe er sie festgehalten und gegen ihren erklärten Willen ihre nackte Brust geküsst. Er habe gesagt, er wolle weitermachen und mit ihr schlafen. Dann sei es ihr gelungen, ihn von sich wegzustoßen.
Der Angeklagte hat laut Urteil nach dem angeklagten Vorfall mit schriftlichen Nachrichten an die 18-Jährige sein sexuelles Interesse an ihr mehrfach bekundet. Und er hat ihr unmittelbar nach der Tat geschrieben, sie solle ihrer Freundin nichts davon erzählen. Die 18-Jährige berichtete ihrer Freundin aber mitten in der Nacht am Telefon davon, was ihr widerfahren sei.

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