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Bedingte Haftstrafe für schweren Unfall

14.09.2022 • 20:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Unfall passierte im November 2021 in Feldkirch. <span class="copyright">Symbolbild apa/techt</span>
Der Unfall passierte im November 2021 in Feldkirch. Symbolbild apa/techt

Beifahrer wurde schwer verletzt. Lenker verursachte Unfall mit 1,8 Promille und mit 75 statt 30 km/h.

Wegen grob fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit wurde der einschlägig vorbestrafte Arbeitslose am Landesgericht zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von vier Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 1200 Euro (300 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Das Urteil, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig. Denn die Staatsanwältin nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe wären zwei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht neun Monaten Haft.

Bruder erlitt Unterschenkelbruch

Der geständige Angeklagte verursachte im November 2021 in Feldkirch einen Verkehrsunfall, bei dem sein Beifahrer und er selbst schwer verletzt wurden. Sein 23-jähriger Bruder erlitt einen offenen Unterschenkelbruch. Der 27-Jährige fuhr nach Mitternacht mit 1,8 Promille Alkohol im Blut und mit 75 statt der erlaubten 30 Stundenkilometer. Sein Auto kam auf einer Gemeindestraße im Ortsteil Tosters von der regennassen Fahrbahn ab und prallte gegen eine Straßenlaterne und drei Bäume. Die Stadt Feldkirch verlangt Schadenersatz. Der Lenker verfügte damals über keinen Führerschein.
Vor der Kollision touchierte der Pkw des Angeklagten leicht ein entgegenkommendes Taxi. Dazu erfolgte der Schuldspruch wegen Gefährdung des Taxifahrers.

Habe großes Glück gehabt

Richter Martin Mitteregger sagte, der Angeklagte habe großes Glück gehabt, dass bei dem Unfall niemand gestorben sei. Er sah davon ab, eine bedingte Geldstrafe von 4200 Euro aus einer Vorstrafe nachträglich in eine unbedingte, doch zu bezahlende umzuwandeln. Dafür wurde die Probezeit von drei auf fünf Jahre verlängert. „Die Bewährungszeit von fünf Jahren ist lang“, sagte der darüber nicht erfreute Angeklagte. „Hätten Sie lieber 4200 Euro bezahlt?“, fragte der Richter. „Natürlich nicht“, antwortete der Angeklagte.

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