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Rose Areal: Spar startet Bauarbeiten

15.09.2022 • 22:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Gebäude bekommt eine Außenfassade aus Sichtbeton. Bis Anfang 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.<br><span class="copyright">SPAR</span>
Das Gebäude bekommt eine Außenfassade aus Sichtbeton. Bis Anfang 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
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Nach jahrelanger Planung haben die Bauarbeiten für den Eurospar-Markt im Dornbirner Hatlerdorf begonnen.

Seit Jahren lag das Rose-Areal im Dornbirner Hatlerdorf nun brach. Und das, obwohl bereits 2018 die Planungen für einen Eurospar-Markt inklusive Tiefgarage und Wohnbau fixiert wurden. Jetzt sind die Bagger angerollt, ein riesiges Loch wurde auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück ausgehoben. Bauarbeiten sind im vollen Gange.
Spar-Sprecher Philipp Frank begründet die Verzögerung mit finalen Baubescheiden, die lange nicht vogelegen hätten. „Es mussten bezüglich des Vorhabens auch nachbarschaftliche Rechte und funktionale Abläufe in die verdichtete Bauform optimal eingepflegt werden“, drückt es Frank auf Anfrage aus. Mittlerweile liege jedoch der rechtskräftige Bescheid vor – mitgetragen von allen Anrainern und Interessengruppen. Ziel ist nun, den neuen Nahversorger Anfang des Jahres 2024 zu öffnen. Ab diesem Zeitpunkt wird der bestehende Spar-Supermarkt Hatlerdorf in das neue Gebäude übersiedelt.

2024 sollen Kundinnen und Kunden hier einkaufen können. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
2024 sollen Kundinnen und Kunden hier einkaufen können. Klaus Hartinger

Laufende Arbeiten

Das Architekturbüro Marte.Marte hat das Mehrzweckgebäude geplant, indem ein Eurospar-Markt nach dem neuesten Ladenbaukonzept realisiert wird. Darüber hinaus sind 30 Mietwohnungen mit Garten oder Loggia sowie Büro- und Gewerbeflächen enthalten.

Derzeit wird auf dem Grundstück direkt an der Hauptstraße die Infrastruktur geschaffen. Kanal- und Kabeltrassen werden neu verlegt, das Terrain vorbereitet und 200 Pfähle für die Tiefengründung gebohrt. Die verdichtete Bauweise über sieben oberirdische Stockwerke erfordert nämlich ein tragfähiges Fundament.
Anschließend soll heuer noch die unterirdische Technik- und die Garagenebene errichtet werden. Sämtliche Fahrzeuge von Kundinnen und Kunden sowie Bewohnerinnen und Bewohnern sollen in der Tiefgarage samt E-Ladestationen Platz haben. Im kommenden Jahr wird dann in die Höhe gebaut.

Adaptierung

Die Pläne aus dem Jahr 2018 haben sich nach Aussage von Frank grundsätzlich nicht geändert. Jedoch seien die Entwürfe aus dem Wettbewerb in der Detailplanung präzisiert worden. Man habe Schwachstellen beseitigt und Wünsche und Vorgaben der Stadt und der Nachbarn noch mit eingearbeitet.
„Bei den Wohnungen haben wir aus der pandemiebedingten stärkeren Nachfrage die Außenbereiche vergrößert und die Grünräume bereits jetzt detaillierter geplant und umfänglicher gestaltet. Alle Dächer werden begrünt und mit PV-Anlagen nachhaltig genutzt. Auch das Heiz- und Kühlsystem wurde ganzheitlich auf ein autarkes Wärme-Rückgewinnungssystem über alle Bauteile ausgedehnt“, führt der Spar-Sprecher an.

Seit Jahren lag das Grundstück brach, jetzt haben die Bauarbeiten gestartet. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Seit Jahren lag das Grundstück brach, jetzt haben die Bauarbeiten gestartet. Klaus Hartinger

Ausbildungszentrum

Von Beginn an waren im Konzept auch Räumlichkeiten für Spar-interne Schulungen vorgesehen. Es entsteht somit ein internes Ausbildungszentrum. Zusätzlich werden auch Gewerbe- und Büroflächen zur Vermietung vorhanden sein, heißt es.
Laut Frank gebe es mittlerweile keine ungeklärten Faktoren mehr bezüglich des Bauvorhabens. Dennoch gibt er zu bedenken, dass man beim Bauen immer mit Unvorhergesehenem rechnen müsse. Ein Spar-internes Team habe daher ein waches Auge auf die geplanten Abläufe.
Zur Frage der Baukosten wollte sich das Handelsunternehmen nicht äußern.

Alter Supermarkt

Pläne für den alten Spar-Supermarkt ein paar Meter weiter Richtung Innenstadt gibt es noch keine. Ziel sei selbstverständlich „eine attraktive Nachnutzung für das Zentrum des Hatlerdorfs“, sagt Frank. Man sei offen für Interessierte oder deren Vorschläge.
In jeden Fall würden die Mitarbeitenden des bestehenden Markts in den neuen Eurospar-Markt übernommen. Zusätzlich werden 40 neue Stellen geschaffen. Insgesamt werden künftig rund 60 Mitarbeitende am neuen Standort beschäftigt sein.

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