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Immer mehr Biogas-Anlagen aus Vorarlberg in Asien

20.09.2022 • 18:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Biogas-Anlage von AAT in der Ukraine ist derzeit unverändert in Betrieb. <span class="copyright">AAT</span>
Die Biogas-Anlage von AAT in der Ukraine ist derzeit unverändert in Betrieb. AAT

Biogas-Anlagenplaner AAT: Umsatzanteil von Projekten in Asien liegt bei 65 Prozent.

Von Günther Bitschnau/wpa

Der Biogas-Anlagenplaner und -entwickler AAT Abwasser- und Abfalltechnik GmbH mit Sitz in Wolfurt berichtet über eine aktuell sehr zufriedenstellende Geschäfts­entwicklung. Wie der neue geschäftsführende Mitgesellschafter Klaus Moosbrugger im wpa-Gespräch erklärte, sei AAT gegenwärtig unter anderem mit der Projektplanung für mehrere Abfallverwertungsanlagen in Taiwan, Japan und China beauftragt. „Wir bemerken derzeit eine verstärkte Nachfrage nach unseren Anlagen in Asien.“ Die Projekte dürfe man aus Vertragsgründen nicht namentlich nennen. Im Geschäftsjahr 2022 werde sich der Umsatzanteil von Projekten in Asien deshalb auf rund 65 Prozent belaufen. Dieser Anteil schwanke jedoch von Jahr zu Jahr. „Gäbe es in der Ukraine keinen Krieg, so hätten wir dort mehr Geschäft“, sagt Moosbrugger. Für heuer gehe AAT von einem Umsatz von rund fünf Millionen Euro und damit von einer konstanten Entwicklung aus.

Gas aus organischen Abfällen

AAT ist auf die Planung, Entwicklung, die Zurverfügungstellung des Key Equipments sowie die Inbetriebnahme und die Nachbetreuung von Biogas-Anlagen spezialisiert. Dabei geht es schlussendlich immer um die Erzeugung von Biogas und Biomethan aus organischen Abfällen oder Reststoffen. Die Bau-Ausschreibung sowie die bauliche Umsetzung fallen dabei in die Zuständigkeit des Kunden. In Österreich ist das Unternehmen eigentlich gar nicht tätig, der Exportanteil liegt bei nahezu 100 Prozent. Projekte gibt es auch in Norwegen sowie der Ukraine. Dort wurde vor zwei Jahren eine Biogas-Anlage 300 Kilometer südlich von Kiew in Betrieb genommen. „Sie läuft derzeit nach wie vor“, so Moosbrugger.

Prokuristin Johanna Bogner und Geschäftsführer Klaus Moosbrugger.  <span class="copyright">AAT</span>
Prokuristin Johanna Bogner und Geschäftsführer Klaus Moosbrugger. AAT

Beim Key Equipment handelt es sich nach Darstellung von Moosbrugger unter anderem um selbst entwickelte Rührwerke sowie um die Anlagensteuerungen. Da AAT jedoch ein reines Technik- und Ingenieurbüro ist, werden diese Rührwerke bei der IMA Schelling Group in Schwarzach gefertigt. Der Grund dafür ist, dass AAT zu 85 Prozent der Legro Group GmbH in Schwarzach gehört, deren geschäftsführende Eigentümer bekanntlich auch bei der IMA Schelling Group engagiert sind. „Hier gibt es eine enge Zusammenarbeit mit IMA Schelling“, so Moosbrugger.

Über 30 Länder

Klaus Moosbrugger hält seit wenigen Wochen auch fünf Prozent der Firmenanteile von AAT. Die Funktion des Geschäftsführers hat er seit Ende Mai 2022 inne. Moosbrugger arbeitet jedoch schon seit 2010 bei AAT. Im April wurde zudem Johanna Bogner zur Prokuristin bestellt. Sie ist seit 2019 für AAT tätig. Die AAT Abwasser- und Abfalltechnik GmbH wurde 1993 gegründet und beschäftigt 13 Mitarbeiter. Mehr als 130 von AAT geplante Biogas-Anlagen stehen in über 30 Ländern weltweit.

Günther Bitschnau/wpa