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Anklage: Zehnjährige vergewaltigt

22.10.2022 • 23:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Klaus Hartinger</span>
Symbolbild/Klaus Hartinger

Morgen Prozess gegen 28-Jährigen, der ein Kind vergewaltigt haben soll. Antrag der Staatsanwaltschaft auf Haftstrafe und Einweisung in Psychiatrie wegen Pädophilie.

Morgen, Montag, wird am Landesgericht Feldkirch in einem Schöffenprozess die angeklagte Vergewaltigung eines Kindes verhandelt. Inzwischen wurden weitere Einzelheiten aus der Anklageschrift bekannt. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch schildert die von ihr angeklagten Vorfälle so:
Der ledige Angeklagte nahm im Juli 2021 im Internet über ein soziales Medium Kontakt zur zehnjährigen Vorarlbergerin auf. Dabei gab sich der damals 27-jährige Wiener als neunjähriges Mädchen aus. Mit Drohungen brachte der 2012 in Wien wegen sexuellen Kindesmissbrauchs und Kinderpornografie zu 15 Monaten Haft verurteilte Vorbestrafte das Kind dazu, ihm Videos und Fotos von sich selbst zu schicken.
Und er überredete das Mädchen zu einem persönlichen Treffen in Vorarlberg.

Gefesselt

Der Arbeitslose fuhr laut Anklage am 11. Dezember 2021 mit dem Auto seiner Mutter von Wien nach Vorarlberg und holte die Zehnjährige am Nachmittag im Unterland ab. In der von ihm angemieteten Bregenzer Wohnung soll er das Kind gefesselt und danach vergewaltigt haben. Er soll seine Taten gefilmt und die Zehnjährige gezwungen haben, einen „Sklavenvertrag“ zu unterschreiben.
Am nächsten Tag soll der Wiener die Unmündige dann nach Hause gefahren haben.
Die Staatsanwaltschaft beantragt die Verurteilung des im Wesentlichen geständigen 28-Jährigen wegen Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und Kinderpornografie auch mit dem Besitz von 1230 Videos und 1704 Fotos aus dem Darknet.

Einweisungsantrag

Der Strafrahmen beträgt wegen der besonderen Erniedrigung mit dem Fesseln und Filmen 5 bis 15 Jahre Haft. Zudem soll der zur Tatzeit zurechnungsfähige, aber pädophile und gefährliche Angeklagte in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden.
Mit Drohungen arrangierte der angeklagte 28-Jährige der Staatsanwaltschaft zufolge am 7. Jänner 2022 ein weiteres Treffen mit dem Mädchen. Demnach fuhr er wieder per Auto von Wien nach Vorarlberg, holte das Kind ab und übernachtete mit ihm in einem angemieteten Haus in Lauterach. Dabei kam es der Zehnjährigen zufolge jedoch zu keinen weiteren Straftaten. Am nächsten Tag habe er sie wieder heimgefahren. Der 28-Jährige wurde festgenommen und befindet sich in Feldkirch in Untersuchungshaft.

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