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Sieben Monate für rückfälligen Stalker

03.11.2022 • 17:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Mann wurde am Landesgericht Feldkirch verurteilt.       <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Mann wurde am Landesgericht Feldkirch verurteilt. Hartinger

Bereits dritte Strafe für 43-Jährigen, der getrennt von ihm lebende Gattin wiederum gestalkt haben soll.

Ein derart eklatanter Fall von Stalking sei ihm schon lange nicht mehr untergekommen, sagte Staatsanwalt Heinz Rusch. Der Angeklagte sei schon zwei Mal wegen beharrlicher Verfolgung seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau bestraft worden, zuerst mit einer Diversion, danach mit einer bedingten Haftstrafe und einer unbedingten Geldstrafe. Der 43-jährige sei uneinsichtig und habe neuerlich verbotenerweise die räumliche Nähe der Frau aufgesucht, schon eine Woche nach seiner jüngsten Verurteilung. Deswegen sei er streng zu bestrafen.

Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte wurde am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch wegen versuchter beharrlicher Verfolgung und Urkundenfälschung zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Hinzu kommen drei Haftmonate aus der Verurteilung vom 19. September. Damit beträgt die Gesamtstrafe sieben Monate Haft. Als Teilschmerzengeld hat der arbeitslose Türke dem Opfer 500 Euro zu bezahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Verteidiger Hamza Ovacin meldete volle Berufung an, der Staatsanwalt nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis gewesen.

Vorwürfe bestritten

Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der Angeklagte zwischen 26. September und 3. Oktober mehrfach die räumliche Nähe seiner im Unterland getrennt von ihm lebenden Gattin aufgesucht. Der Angeklagte bestritt diese Vorwürfe.

Geständig war der Angeklagte zur Urkundenfälschung. Er hat bei einem Meldezettel die Unterschrift seiner Frau gefälscht. Sie verstehe nicht, dass er sich wieder in ihrer Wohnung offiziell angemeldet habe, sagte Richterin Magdalena Rafolt. Zumal ihm das Bezirksgericht Bregenz mit einer einstweiligen Verfügung ein Kontaktverbot erteilt habe.

Nach der Verurteilung am 19. September wurde der 43-Jährige nach fünf Wochen aus der U-Haft entlassen. Am 3. Oktober wurde er aber schon wieder in Untersuchungshaft genommen.

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