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Anklagevorwurf: Zwei Mädchen vergewaltigt

03.12.2022 • 21:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Weil mehrere Vorwürfe zu klären sind, wurde der Prozess für zwei Tage angesetzt. <span class="copyright">Symbolbild Shutterstock</span>
Weil mehrere Vorwürfe zu klären sind, wurde der Prozess für zwei Tage angesetzt. Symbolbild Shutterstock

Zweitägiger Prozess ab 9. Dezember: Drei junge Männer stehen wegen Vergewaltigung und Missbrauch vor Gericht.

Weil mehrere Vorwürfe gegen drei unbescholtene Angeklagte aus dem Bezirk Feldkirch zu klären sind, wurde der ­Sexualstrafprozess am Landesgericht Feldkirch für zwei Tage angesetzt. Die Schöffenverhandlung unter dem Vorsitz von Richterin Sabrina Tagwercher beginnt am 9. Dezember und soll am 12. Dezember beendet werden.

Viele Anklagepunkte

Dem 21-jährigen Zweitangeklagten wird vorgeworfen, er habe am 17. Juli nach einem Disco-Besuch in seinem Auto in Sulz eine betrunkene und damit wehrlose 16-Jährige missbraucht und sie danach in derselben Nacht in Rankweil zusammen mit dem 20-jährigen Erstangeklagten in einem Pkw vergewaltigt und dadurch verletzt. Am 11. September 2021 soll er in Hard in seinem verriegelten Auto eine andere 16-Jährige beim ersten Treffen vergewaltigt haben. Und am 20. Mai in Hohenems soll der Angestellte eine weitere 16-Jährige bei einem Treffen festgehalten und an den bekleideten Genitalien erfasst sowie zuvor in Lochau und Mäder zu küssen versucht und leicht verletzt haben.
Angeklagt wurde der Österreicher ausländischer Herkunft wegen Vergewaltigung, sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigen Person, geschlechtlicher Nötigung, Nötigung und Körperverletzung.

Zwei bis zehn Jahre

Der Strafrahmen beträgt für den Fall eines Schuldspruchs zwei bis zehn Jahre Gefängnis. Der von German Bertsch verteidigte Angeklagte bestreitet die Tatvorwürfe und spricht von einvernehmlichen sexuellen Handlungen.
Dem 20-jährigen Erstangeklagten wird zur Last gelegt, auch er habe am 17. Juli die betrunkene 16-Jährige in Rankweil in einem Auto vergewaltigt und so eine Wehrlose missbraucht. Der in der Türkei geborene Österreicher wurde wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigen Person angeklagt. Der von Alexander Wirth verteidigte Arbeitslose sagte, er sei nicht schuldig. Er und der Zweitangeklagte befinden sich seit Juli in Untersuchungshaft.
Der 18-jährige Drittangeklagte versucht haben, am 17. Juli in Rankweil die alkoholisierte 16-Jährige zu missbrauchen. Der wegen versuchten sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigen Person angeklagte Lehrling türkischer Abstammung ist geständig.

Erkennbar gewesen

Für die drei Angeklagten soll laut Anklage bei den Vorfällen im Juli erkennbar gewesen sein, dass die 16-Jährige betrunken und daher wehrlos war.

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