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Neujahrsempfang der industriellenvereinigung (IV)

Harte Worte an die Regierung

hubert Bertsch, Präsident der Industriellenvereinigung, ist bekannt für seine markanten Reden, in denen er mit Kritik an bestehenden Systemen nicht hinter dem Zaun hält. Auch beim Neujahrsempfang in der Otten-Gravur in Hohenems ging der 57-Jährige mit der Bundesregierung hart ins Gericht, der er der Forcierung des Stillstandes statt Reformwillen vorwarf. Seine Worte waren aber angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen an Landeshauptmann Markus Wallner gerichtet, von dem er sich eine maßvolle, industriefreundliche Energie- sowie eine engagierte Infrastruktur- und vor allem offensive Bildungspolitik erwartet. Die Bedeutung der Veranstaltung wurde auch dadurch unterstrichen, dass mit Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser sowie den Landesräten Greti ­Schmid, Christian Bernhard, Erich Schwärzler, Bernadette Mennel und Harald Sonderegger das komplette Regierungsteam anwesend war. Aber auch Bischof Benno Elbs, Gewerkschafter Norbert Loacker oder die Vertreter der Oppositionsparteien wie Dieter Egger oder Johannes Rauch hörten den Ausführungen gespannt zu. Freilich fehlten auch die „Granden“ der heimischen Industrie wie Walter-Heinz und Hubert Rhomberg, Günther Lehner (Alpla), Fritz Zumtobel oder Dieter Gruber (Rondo) nicht. dietmar hofer

1. Warum war für Sie 2013 standortpolitisch betrachtet ein verlorenes Jahr?

Hubert Bertsch: Weil von der angekündigten Entfesselung der Wirtschaft und dem versprochenen „mehr Netto für Brutto“ so gut wie nichts übrig geblieben ist. Und den jüngsten Aussagen zur Folge wird sich daran nichts ändern.

2. In Ihrer Ansprache beim Neujahrsempfang war von neuen Allianzen die Rede, die Österreich braucht. Was meinen Sie damit?

hubert bertsch: Unternehmen gemeinsam mit Mitarbeitern können ideologiefrei und ohne Klassenkampf viel erreichen. Trillerpfeifen der AK- und Gewerkschaftsbosse sind hingegen kein probates Mittel. Das hilft letztlich nur jenen, die bedacht sind, möglichst viel Geld in die öffentlichen Kassen zu spülen, weil in Wahrheit der Staat zwei Drittel jeder Lohnerhöhung kassiert.

3. Warum nehmen Sie dabei auch die Gemeindepolitiker in die Pflicht?

hubert bertsch: Gerade für sie muss es ein Anliegen sein, für attraktive Standortbedingungen zu kämpfen, damit Industrie-Unternehmen hier bleiben. Jährliche Treffen mit den Geschäftsführern würden Sinn machen.

Drei Fragen an ...

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