BWB: Creditreform soll 90.000 Euro für Absprachen zahlen

09.06.2026 • 12:14 Uhr
BWB: Creditreform soll 90.000 Euro für Absprachen zahlen

Die Bundeswettbewerbsbehörde BWB geht gegen die Wirtschaftsauskunftei Creditreform vor. Die Behörde hat einen Antrag auf die Verhängung einer Geldbuße in Höhe von 90.000 Euro gestellt, der Vorwurf lautet auf Preisabsprachen und Kundenaufteilungen im Bereich des Vertriebs von Datenbanken für Unternehmensinformationen. “Ferner kam es zu kartellrechtswidrigem Informationsaustausch durch Übermittlung von Preis- und Kundenlisten”, teilte die BWB am Dienstag mit.

Die Verstöße sollen im ganzen Bundesgebiet im Zeitraum von zumindest Juli 2002 bis April 2021 stattgefunden haben. Wobei die Creditreform nun umfassend mit der BWB kooperiert habe. “In diesem Zusammenhang hat Creditreform auch ein Anerkenntnis abgegeben und den Sachverhalt außer Streit gestellt”, hält die Behörde fest. Dieser Beitrag zur Aufklärung sei berücksichtigt worden und habe zu einem Abschlag geführt.

Creditreform kooperativ

Bei der Bemessung der Geldbuße wurde demnach auf die untergeordnete Rolle der Creditreform bei der Erstellung der Datenbanken Rücksicht genommen. Aufgrund dieser Umstände und im Hinblick auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Creditreform erachtete die BWB eine Geldbuße in Höhe von 90.000 Euro als angemessen, hält die Behörde in ihrer Aussendung fest.

Die BWB erinnert daran, dass nach dem Kartellgesetz Handlungsweisen verboten sind, die den Wettbewerb behindern oder verfälschen. Dazu zählen etwa Preisabsprachen oder die Aufteilung von Märkten bzw. Gebieten.