Italien hilft Automobilindustrie mit 1,34 Milliarden Euro

24.05.2026 • 12:41 Uhr

Die italienische Regierung hat ein neues Förderpaket für die Automobilindustrie beschlossen. Insgesamt stehen 1,34 Milliarden Euro zur Unterstützung der Lieferkette sowie für Investitionen in Produktion, Forschung und Innovation zur Verfügung. Das entsprechende Dekret wurde nach Angaben aus Regierungskreisen gebilligt.

Neben klassischen Industrieinvestitionen sind auch gezielte Anreize für nachhaltige Mobilität sowie für die Erneuerung des Fahrzeugbestands im Nutzfahrzeugsektor vorgesehen. Industrieminister Adolfo Urso sprach von einem “wichtigen Impuls” für Forschung und technologische Entwicklung in der Mobilitätsbranche. Die Mittel sollten Unternehmen helfen, die laufende industrielle und energetische Transformation zu bewältigen.

Verlängerung der Steuersenkungen auf Benzin und Diesel

Das Programm ergänzt bestehende Förderinstrumente wie das Programm “Transizione 5.0”, das bereits mit knapp 9,8 Milliarden Euro ausgestattet ist und Investitionen in Digitalisierung und Energieeffizienz unterstützen soll. Zudem kündigte das Industrieministerium an, im Juli weitere rund 251 Millionen Euro bereitzustellen, die zuvor zur Finanzierung anderer Maßnahmen verwendet worden waren. Diese Mittel sollen vor allem dem Straßengüterverkehr und der Abfederung gestiegener Kraftstoffkosten zugutekommen.

Das Kabinett in Rom hat am Freitag eine Verlängerung der Steuersenkungen auf Benzin und Diesel bis zum 6. Juni beschlossen. Das Kabinett unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni billigte zudem weitere Hilfen für den Transportsektor und die Landwirtschaft. Die Senkung der Verbrauchssteuern auf Benzin und Diesel beträgt nunmehr fünf Cent pro Liter Benzin und zehn Cent pro Liter Diesel. Die Maßnahme war ursprünglich Mitte März nach der Blockade der Straße von Hormuz eingeführt worden, die zu einem starken Anstieg der Öl- und Kraftstoffpreise geführt hatte; die Steuersenkung wurde am Freitag zum vierten Mal verlängert.

Durch die Reduzierung konnten die Preise an den Tankstellen außerhalb der Autobahnen weitgehend unter der Marke von zwei Euro pro Liter Diesel gehalten werden. Für den Straßengüterverkehr wurden Hilfen von insgesamt 300 Millionen Euro freigegeben worden. Indes erhielt auch die Landwirtschaft Unterstützung: Geplant sind 40 Millionen Euro für Düngemittel sowie 60 Millionen Euro für Agrardiesel. Für die Fischerei wurde der bisherige Steuerbonus auf Treibstoffkosten verlängert.