Mann wegen schwerwiegendem Cyber-Groomings vor Gericht

Am Wiener Straflandesgericht wird Mittwochnachmittag ein schwerer Fall von Cyber-Grooming – das gezielte, auf sexuellen Missbrauch ausgerichtete Manipulieren von unmündigen bzw. minderjährigen Opfern im Internet – verhandelt. Ein 47-Jähriger ist angeklagt, von Mai bis Dezember 2024 drei unmündige Mädchen online kontaktiert, zur Vornahme sexueller Handlungen verleitet und dazu gebracht zu haben, sich dabei zu filmen bzw. zu fotografieren und ihm dieses Material zu übermitteln.
Die erste von den Übergriffen Betroffene war 13 Jahre alt, die beiden anderen waren zu Beginn der inkriminierten Handlungen erst zwölf. Der Beschuldigte soll über Instagram seine Opfer gefunden haben. Dabei gab er sich als 13-jähriges Mädchen aus. Der Angeklagte weist bereits eine Vorstrafe wegen Besitzes von bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial auf. Ihm drohen im Fall einer anklagekonformen Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren und darüber hinaus aufgrund der ihm gutachterlich bescheinigten schwerwiegenden und nachhaltigen pädophilen Störung die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum.