Parteien- und Klubförderung wird 2027/28 nicht erhöht
Die Bundesregierung hat sich in Sachen Parteienförderung geeinigt. Die Parteien-, Klub- und Akademien-Förderungen werden in den kommenden beiden Jahren 2027 und 2028 nicht erhöht, gab Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) am Dienstag bekannt. “In Zeiten, in denen alle einen Beitrag leisten müssen, tragen auch die Parteien zur Budgetkonsolidierung bei”, erklärte er in einer Aussendung.
Die Frage der Förderung war bis zuletzt vor der Budgetrede von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) am Mittwoch noch zwischen den Koalitionsparteien SPÖ, ÖVP und NEOS offen. Insbesondere für die NEOS war es undenkbar, hier ein Plus entlang der Inflation zu ermöglichen, während in vielen anderen Bereichen gespart werden muss.
Babler: “Klares Signal”
Auch Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) gab sich in einem schriftlichen Statement mit der Einigung zufrieden: “Wenn wir sagen, alle müssen einen Beitrag leisten, dann gilt das auch für die Politik. Mit dem Einfrieren der Parteien-, Klub- und Akademieförderung konnten wir heute gemeinsam einen Beitrag der Politik fixieren. Es ist gut, dass wir jetzt endlich ein klares Signal senden.”
NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger betonte, ihrer Partei sei “Sparen im System” immer wichtig gewesen. “Für uns NEOS war von Anfang an klar: In einer Zeit der Krise, in der alle den Gürtel enger schnallen müssen, müssen die Parteien auch bei sich selbst sparen”, sagte sie in einem schriftlichen Statement. Es sei “gut, dass es in der Regierung jetzt Einigkeit darüber gibt, dass wir die Parteienförderung zwei Jahre lang nicht erhöhen.”
Opposition begrüßt Schritt
Die Grünen sprachen gegenüber der ORF-“ZIB” von einem richtigen Schritt. “Ich denke, es ist gut, dass die Politik ein Zeichen setzt, dass sie auch bei sich selbst spart, wenn sie beispielsweise Geringverdienerinnen 700 Euro zusätzlich aufbrummt an Abgaben”, sagte der Budgetsprecher der Oppositionspartei, Jakob Schwarz.
Die FPÖ erklärte laut ORF, der Druck von Parteichef Herbert Kickl habe gewirkt.