Stichwort – Die Klima-Aktivistengruppe “Letzte Generation”

25.01.2023 • 05:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die “Letzte Generation” ist ein noch junger Zusammenschluss von Aktivistinnen und Aktivisten mit dem Ziel, mit zivilem Protest mehr Maßnahmen der Politik gegen die Klimakrise zu erwirken. “Wir sind die erste Generation, die die Folgen der Klimakrise spürt – und gleichzeitig die letzte Generation, die noch etwas tun kann”, heißt es in der Eigendefinition der Gruppe. Österreichweit gibt es laut deren Angaben aktuell rund 130 Personen, die der NGO lose angehören.

Hauptprotestform der Aktivisten ist nach Vorbild der englischen Gruppe “Just Stop Oil” das Festkleben an Fahrbahnen, um den Straßenverkehr an neuralgischen Punkten zum Erliegen zu bringen. Im November 2022 wurde aber auch das mit Glas geschützte berühmte Gemälde “Tod und Leben” von Gustav Klimt im Wiener Leopold Museum mit schwarzer Farbe beschüttet. Ein Störversuch beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wurde von der Polizei verhindert. Die Aktionen folgen einer modernen Medienlogik: “Eine Demonstration vor der OMV schafft es nicht auf die Titelseite, etwas Farbe auf einer Glasscheibe im Museum schon”, so die “Letzte Generation”.

In Österreich sind die Aktionen höchst umstritten und treffen zum Großteil auf starke Ablehnung der breiten Bevölkerung sowie der Politik. Alleine bei den Verkehrstöraktionen anlässlich einer mehrtägigen “Welle” im Jänner wurden 52 Festnahmen ausgesprochen und mehr als 200 Anzeigen erstattet worden. 850 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz.

Finanziert wird die Organisation nach eigenen Angaben ausschließlich durch Spendengeldern. Zuwendung von großen internationalen Organisationen wie etwa dem “Climate Emergency Fund” gäbe es nicht.

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