Österreich

Zwei erkrankte KFOR-Soldaten evakuiert

13.09.2020 • 14:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
ie Landung in Hörsching erfolgte um 19:55 Uhr.
ie Landung in Hörsching erfolgte um 19:55 Uhr. APA/BUNDESHEER/HORST GORUP

Erkrankte KFOR-Soldaten von Pristina nach Österreich evakuiert.

Am Samstagabend sind zwei österreichische, an Covid-19 erkrankte Soldaten der Mission KFOR (Kosovo Force) aus dem Kosovo erfolgreich nach Österreich evakuiert worden. Die zu einem „fliegenden Hospital“ umgebaute C-130 „Hercules“, brachte die zwei Soldaten, einer davon schwer erkrankt, aus der Hauptstadt Pristina sicher zurück in die Heimat, wie das Verteidigungsministerium per Ausendung mitteilte.

Zur medizinischen Betreuung waren ein Arzt sowie Desinfektionsspezialisten der ABC-Abwehr an Bord. Die Landung in Hörsching erfolgte um 19:55 Uhr. Anschließend wurden die erkrankten Soldaten von Fahrzeugen des Roten Kreuzes in Linzer Krankenhäuser zur weiteren medizinischen Behandlung überstellt.

++ HANDOUT ++ CORONAVIRUS - ZWEI ERKRANKTE OeSTERREICHISCHE KFOR-SOLDATEN EVAKUIERT
ie zu einem „fliegenden Hospital“ umgebaute C-130 „Hercules“, brachte die zwei Soldaten, einer davon schwer erkrankt, aus der Hauptstadt Pristina sicher zurück in die HeimatAPA

„Die Soldaten des Österreichischen Bundesheeres leisten bei weltweiten Auslandseinsätzen einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit Europas. Unsere Soldatinnen und Soldaten können sich darauf verlassen, dass wir sie immer wenn es notwendig ist, zurück in die Heimat holen. Ich möchte mich bei allen an der Evakuierung beteiligten Soldatinnen und Soldaten für diese hervorragende Leistung bedanken“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Der Evakuierungsflug wurde vom Kommando Luftunterstützung mit Sitz in Hörsching, Oberösterreich, laut Ministerium vorbereitet und durchgeführt. Dieser Einsatzverband der Streitkräfte sei die ständige „Nabelschnur“ für die österreichischen Auslandskontingente zur Heimat. Der Flug verlief problemlos.

Österreich zählt mit rund 300 Soldaten zu den größten Truppenstellern des NATO-geführten Einsatzes. Der Einsatz im Kosovo ist der größte Auslandseinsatz des österreichischen Bundesheeres. Insgesamt hat die KFOR rund 3.500 Soldaten.

AEROMEDEVAC

Eine mit dem AEROMEDEVAC-(„Aeromedical Evacuation“) Modul ausgestattete C-130 „Hercules“ kann Erkrankte oder Verletzte/Verwundete über weite Strecken transportieren, z. B. vom Einsatzort zurück nach Österreich. Die intensivmedizinische Betreuung der Patienten ist auch während des Fluges möglich.

Das Modul bietet zwei Intensivpatienten oder bis zu neun Patienten ohne Intensivbetreuung sowie bis zu fünf weiteren Personen (medizinisches Begleitpersonal) Platz. Es verfügt über eine eigene Stromversorgung, die die medizinischen Systeme mindestens sechs Stunden autonom in Betrieb halten kann.

Das lärm- und vibrationsgedämpfte Modul verfügt über modernste Medizintechnik, wurde für das Bundesheer von Grund auf neu entwickelt und kostete 1,2 Millionen Euro. Das von einer österreichischen Firma entwickelte System ist weltweit einzigartig.