Österreich

Neue App zum Schutz der Jugend

26.01.2021 • 12:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kathrin Otrel-Cass
Kathrin Otrel-Cass

App soll Aufenthalt der Jugendlichen im Netz sicherer machen.

Frau Otrel-Cass, was erwartet uns mit dieser App?
Kathrin Otrel-Cass: Unser Ziel ist es, Jugendlichen besseres Rüstzeug an die Hand zu geben. Mit der App soll spielerisch erlernt werden, wie man sich sicher im Internet bewegt. Wie ich mit meinen Daten umgehe, welchen Quellen ich vertrauen kann. Für Jugendliche ist der Umgang mit dem Internet selbstverständlich, Sicherheitsaspekte werden weniger beachtet.

Um welche konkreten Sicherheitsaspekte geht es?
Otrel-Cass: Im Fokus stehen Privatsphäre, Transparenz, Daten-Tracking und Datafication, also was mit unseren Daten geschieht und wie sie verarbeitet werden.

Welche spielerischen Elemente gibt es, wie ist die App aufgebaut?
Otrel-Cass: Unsere Zielgruppe sind die 14- bis 19-Jährigen Wir haben eine eigene Storyline dafür entwickelt, in der man den Werdegang eines Influencers nachvollzieht. Mit fortschreitendem Verlauf treten Hürden und Probleme auf, die man lösen muss. Es gibt auch ein Score-System, bei dem man für richtige Entscheidungen Punkte bekommt. Und interaktive Elemente wie kurze Info-Videos. Grundsätzlich ist die App für den Schulunterricht konzipiert, aber man kann sie auch privat nutzen, um sich in diese Themen zu vertiefen.

Können auch weniger Netz-affine Lehrer die App in den Unterricht integrieren?
Otrel-Cass: Ja, es gibt eigene Zugänge, wo man sich vorab mit der Materie vertraut machen kann, sodass man die Inhalte auch gut vermitteln kann.

Ab wann kann die App genutzt werden?
Otrel-Cass: Das Projekt hat vor zwei Jahren begonnen. Die Corona-Krise hat auch unseren Zeitplan beeinflusst, aber gemeinsam mit unseren Partnern stehen wir jetzt vor der Finalisierung eines Prototyps. Im Sommer soll die App dann fertig sein.

Was fehlt noch?
Otrel-Cass: Vor allem an der grafischen Umsetzung wird noch gearbeitet. Zudem haben wir laufend Workshops und Evaluierungen, damit wir auf der Höhe der Zeit bleiben und auch den Geschmack unserer Zielgruppe treffen. Dazu gibt es auch regen Austausch mit Jugendlichen.

Wie geht es nach der Fertigstellung weiter? Es gibt ja noch weitere Problemfelder im Netz, etwa Mobbing oder Sucht. Oder ethische und rechtliche Grundlagen, Quellenkritik, Hard- und Software.
Otrel-Cass: Weitere Inhalte bieten sich natürlich an. Aber wir müssen auch abwarten, wie sich die Pandemie entwickelt und wie es mit der Finanzierung weiter geht

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