Österreich

“Kommt nicht zu uns!”

27.07.2021 • 15:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
"Kommt nicht zu uns!"

Innenminister Karl Nehammer besuchte “Aktion scharf” gegen illegale Migration.

Mit dem Thema Migration und Asyl produziert Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) beinahe täglich Schlagzeilen: Am Freitag erklärte er in Interviews das europäische Asylsystem für gescheitert. Am Samstag verkündete er mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ebenfalls ÖVP), dass Österreich 400 zusätzliche Soldaten an die Grenze schicken werden. Am Sonntag verkündete er, dass ein Rückführabkommen mit Pakistan in Kraft trat, dass Abschiebungen direkt vom Balkan möglich mache. Und am Dienstag stattete Nehammer einer gemeinsamen “Aktion Scharf” von Polizei und Bundesheer an der Grenze zu Ungarn einen Besuch ab.

Einsatz gegen Schlepper

Der Einsatz richtet sich gegen organisierte Schlepperkriminalität. “Wir wollen ein Signal an alle illegalen Migranten senden: Kommt nicht zu uns!”, sagt Nehammer. In Ungarn seien offenbar viele illegale Migranten unterwegs, von denen niemand wisse, wer sie sind und was sie tatsächlich vorhaben: “Das dürfen die Ungarn nicht zulassen. Sie müssen sich an das EU-Recht halten und ihre Außengrenze schützen“, so Nehammer. Zum Einsatz kommen Drohnen, Hubschrauber, Wärmebildkameras und die Spezialeinheit Cobra.

In den letzten 24 Stunden wurde durch den Sondereinsatz laut Innenministerium bei Neusiedl ein rumänischer Schlepper festgenommen, der in einem Lkw 18 Menschen transportierte. Acht professionell geschleppte Gruppen wurden identifiziert. Mittels von Migranten sichergestellten Mobiltelefonen wurden 24 Schlepperrouten über Ungarn ausgewertet.

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