Österreich

Zwei Tote Flüchtlinge in Kleinbus

19.10.2021 • 16:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zwei Tote Flüchtlinge in Kleinbus

Tragische Entdeckung bei Kontrolle im Burgenland. Schlepper flüchtig.

An der burgenländisch-ungarischen Grenze sind am Dienstag zwei Flüchtlinge tot in einem Kleinbus entdeckt worden. Die beiden Männer dürften die Schlepperfahrt über die Grenze nicht überlebt haben, bestätigte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland. 26 weitere Personen wurden aufgegriffen. Nach dem Schlepper wurde im Lauf des Nachmittags gefahndet.

Soldaten des Bundesheeres hatten das Fahrzeug laut Polizei in der Siegendorfer Puszta (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) angehalten und kontrolliert, weil es ihnen verdächtig vorgekommen war. Der Lenker des Kleinbusses flüchtete. Es wurde eine groß angelegte Fahndung eingeleitet, an der auch Einsatzkräfte aus Ungarn beteiligt waren. Der Lenker war auch gegen 15.30 Uhr noch flüchtig.

Die beiden Männer dürften sich laut Polizei schon vor der Fahrt in einem schlechten körperlichen Zustand befunden haben, bevor sie starben. Den anderen Flüchtlingen sei es den Umständen entsprechend gut gegangen. Die 26 Männer benötigten keine ärztliche Hilfe. Sie wurden mit Wasser versorgt.

Wie ein Polizeisprecher gegenüber der APA erklärte, habe es sich bei den Migranten um Syrer und Kurden gehandelt, im Fahrzeug waren keine Frauen und Kinder. Welche Nationalität die beiden ums Leben gekommenen Männer hatten, konnte er noch nicht sagen. Die aufgegriffenen Flüchtlinge wurden am Dienstagnachmittag zu den Vorgängen bei der Schlepperfahrt als Zeugen befragt. Hierzu war auch ein Dolmetscher an Ort und Stelle.

Traurige Erinnerungen geweckt

Der Fall weckt traurige Erinnerungen an die Flüchtlingstragödie in Parndorf. Am 26. August 2015 kamen 71 Menschen in einem Kühlwagen ums Leben. Ihre Leichen wurden einen Tag später im luftdicht verschlossenen Laderaum des Kleintransporters gefunden.

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