Österreich

Deutlicher Zuwachs bei Merkur Versicherungen

30.05.2022 • 14:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ingo Hofmann, Markus Zahrnhofer, Christian Kladiva (v.r.)
Ingo Hofmann, Markus Zahrnhofer, Christian Kladiva (v.r.) Kanizaj

Merkur verzeichnete Prämien-Plus von 3,7 Prozent auf 561 Millionen Euro.

„2021 war für uns als Merkur ein Jahr der Chancen und nicht der Herausforderungen” – so fasst Ingo Hofmann, CEO des Versicherungsunternehmens das vergangene Geschäftsjahr zusammen. Die Merkur Versicherung AG konnte 2021 mit einem Prämien-Plus von 3,7 Prozent abschließen, damit sei man stärker als der Markt gewachsen, teilt das Grazer Unternehmen mit. Die abgegrenzten Prämien über alle Sparten sind auf 561 Millionen Euro gestiegen. Der Gewinn vor Steuern (EGT) wird mit 6,3 Millionen Euro ausgewiesen.

In der Kernsparte der Merkur, dem Segment der Krankenversicherungen, habe sich “die positive Entwicklung des Vorjahres fortgesetzte”. Die Prämien stiegen um 4,76 Prozent (und damit ebenfalls über dem Branchenschnitt von plus 3,7 Prozent) auf 468,4 Millionen Euro. Damit habe den Marktanteil auf 18,31 Prozent ausbauen können und bleibe “weiterhin mit Abstand zweitgrößter privater Krankenversicherer in Österreich”, teilt die Merkur am Montag mit.

Zahlen zur Merkur-Bilanz

In der Sparte Sachversicherung steigt das Prämienvolumen um 0,55 Prozent auf 21,4 Millionen Euro.

Die Unfallversicherung verbucht einen leichten Rückgang um 0,77 Prozent. In Summe belaufen sich die Prämien in dieser Sparte auf 28,9 Millionen Euro.

Im Bereich der Lebensversicherungen habe indes die Kundenzurückhaltung angehalten. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds sowie der im Jahr 2021 vorherrschenden Nullzinspolitik, sei das Prämienvolumen in der Lebensversicherung um 2,89 Prozent auf 42,3 Millionen Euro gesunken.

Eigenmittel gesteigert

“Die nach Solvency II wichtige Eigenkapitalüberdeckung ist mit 204 Prozent SCR-Quote beziehungsweise 604 Millionen Euro anrechnungsfähiger Eigenmittel äußerst stabil und konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden”, wird in einer Aussendung betont.

Mit den Konzerntöchtern in Slowenien, Kroatien und Serbien hat die Merkur ein Prämienvolumen von 93,7 Millionen erwirtschaftet. Dabei sei Slowenien am stärksten gewachsen, die Prämieneinnahmen sind um 4,4 Prozent gestiegen.

Im Gesamtkonzern weist die Merkur Versicherung 2021 abgegrenzte Prämien von 651,4 Millionen Euro auf und legt damit um 3,43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. 14,39 Prozent entfallen auf die Auslandstöchter in Südosteuropa. Unterm Strich wird ein konzernweiter Vorsteuergewinn (EGT) in der Höhe von 14 Millionen Euro ausgewiesen.

Weichenstellung

Aus Sicht des Vorstands war 2021 auch ein Jahr der Weichenstellungen, “so wurde im Laufe des Jahres eine modulare Produktwelt in der Krankenversicherung und in der Unfallversicherung präsentiert, die auf maßgeschneiderte Lösungen setzt”. Damit sei es Kunden möglich, “ihre individuelle Absicherung nun in Produkten wiederfinden, die sie selbst mitgestalten”.

Investiert habe man auch in die digitale Infrastruktur und den Personalstand. “Mit mehr als 100 Neuanstellungen im abgelaufenen Jahr haben wir ein klares Statement als Arbeitgeber gesetzt.”

Standort in Salzburg als “Lebensversicherungs-Hub”

Im Vorjahr erfolgte auch der Zukauf der Nürnberger Versicherung Österreich, die das Jahr 2021 mit einem Prämienvolumen in der Höhe von 110,4 Millionen Euro abgeschlossen habe. Nach behördlicher Zustimmung Anfang April 2022 ist der Erwerb von 100 Prozent der Anteile an der Nürnberger Versicherung AG Österreich durch die Grazer Merkur Versicherung AG offiziell abgeschlossen. “Damit wird die Merkur Versicherung nach Zahlen der siebtgrößte Versicherungsanbieter des Landes.” Der Standort in Salzburg werde zum Lebensversicherungs-Hub innerhalb der Merkur Gruppe. Gebündelt werde das Lebensversicherungsgeschäft in Österreich künftig unter der Merkur Lebensversicherung AG.

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