Österreich

Internationale Energieagentur erwartet schwierigen Winter

12.07.2022 • 14:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Russland hat die wichtige Gaspipeline Nord Stream 1 wegen routinemäßigen Wartungsarbeiten geschlossen
Russland hat die wichtige Gaspipeline Nord Stream 1 wegen routinemäßigen Wartungsarbeiten geschlossen APA/dpa/Jens Büttner

Der IEA-Direktor befürchtet, dass “wir das Schlimmste vielleicht noch nicht gesehen haben”. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft werden ernst sein. Man müsse jetzt auf China setzen.

Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht die europäischen Staaten in den kommenden Monaten vor einer ernsten Herausforderung bei der Öl- und Gasversorgung. “Dieser Winter wird in Europa sehr, sehr schwierig werden”, warnte IEA-Direktor Fatih Birol am Dienstag auf einem Energieforum in Sydney. Die Energieversorgung sei eine große Sorge. “Das kann ernste Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben”, sagte der Chef des Interessenverbands von westlichen Industriestaaten.

Nach Einschätzung von Birol habe die Welt noch nie eine “so tiefgreifende und komplexe Energiekrise” erlebt. Der IEA-Direktor befürchtet, dass “wir das Schlimmste vielleicht noch nicht gesehen haben”.

Zuletzt hat sich die Sorge vor einer Energiekrise verstärkt, nachdem Russland die wichtige Gaspipeline Nord Stream 1 wegen routinemäßigen Wartungsarbeiten geschlossen hat. Seit Montagfrüh fließt kein Gas mehr durch die mehr als 1200 Kilometer lange Leitung nach Deutschland. Es gibt die Befürchtung, dass längerfristig kein Gas mehr durch die Leitung nach Deutschland strömen könnte.