Österreich

OÖ: Bedrohte Ärztin tot in ihrer Praxis aufgefunden

29.07.2022 • 13:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Für die Ärztin gab es keine Hilfe mehr, sie war bereits tot
Für die Ärztin gab es keine Hilfe mehr, sie war bereits tot (c) Erwin Scheriau

Jene Ärztin, die in den vergangenen Monaten Morddrohungen von Impfgegnern erhalten hatte, wurde Freitagmorgen tot in ihrer Praxis aufgefunden.

Freitagfrüh wurde die Allgemeinmedizinerin Lisa-Maria K. tot in ihrer Praxis in Seewalchen am Attersee aufgefunden, berichtet die „Krone“. Fremdverschulden werde laut der Staatsanwaltschaft Wels ausgeschlossen, eine Obduktion sei nicht angeordnet worden.

Die Ärztin war in die Öffentlichkeit gegangen, weil sie von Impfgegnern massiv bedroht worden sei. Deshalb musste sie ihre Ordination “aufrüsten” – sie hatte rund 100.000 Euro in Sicherheitsmaßnahmen und zeitweise auch Security-Mitarbeiter investiert. Schließlich hatte sie ihre Praxis mit Ende Juni geschlossen, weil die Situation, vor allem auch für ihre Mitarbeiter, nicht mehr tragbar gewesen sei.

Noch am Donnerstag hatte die Ärztin ihre Homepage aktualisiert: „Aus heutiger Sicht kann ich keine Angaben darüber machen, ob, wann oder wie ein normaler Betrieb wieder aufgenommen werden kann.“ Und weiter:
„Alle Patienten, die dies wünschen, können ab 16. August ihre Befunde anfordern.”