Österreich

Drei Unternehmen in Schultaschen-Kartell verwickelt

02.09.2022 • 12:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Preise für Schultaschen waren laut Bundeswettbewerbsbehörde abgesprochen
Die Preise für Schultaschen waren laut Bundeswettbewerbsbehörde abgesprochen Adobestock

Laut Bundeswettbewerbsbehörde haben die drei Handelsunternehmen mit Herstellern Preisabsprachen getroffen.

Das Grazer Handelsunternehmen Kastner & Öhler, die Buchhandelskette Thalia sowie die in den Sparten Leder-, Papier- und Spielwaren tätige Georg Hausmann KG sind in ein 2019 aufgeflogenes Kartell bei Schultaschen und Rucksäcken involviert, gab die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) am Freitag bekannt. Sie haben mit dem Hersteller der Marken “satch” und “ergobag” der deutschen “Fond of GmbH” Preisabsprachen getroffen und müssen in Summe über eine halbe Million Euro Strafe bezahlen.

Konkret wurde gegen Kastner & Öhler eine Geldbuße in Höhe von 70.000 Euro verhängt, gegen Thalia 100.000 Euro und gegen den Hersteller Fond Of GmbH 340.000 Euro. Fond Of sowie Kastner & Öhler stellten einen Kronzeugenantrag und bekamen deshalb geringere Strafen.

Keine Strafe für Hausmann

Gegen den Lederwaren-Händler Georg Hausmann KG (nicht zu verwechseln mit der A. Hausmann GmbH) sei aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Unternehmens lediglich ein Antrag auf Feststellung eingereicht worden, heißt es seitens der BWB. Das Unternehmen habe mit der BWB kooperiert und ein Anerkenntnis abgegeben.

Mit den Beschlüssen über die Verhängung der Strafen seien die Ermittlungen der BWB im Schultaschen-Kartell jetzt abgeschlossen, so die Behörde am Freitag.

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