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Eisbären kehren zurück

Die Bauarbeiten im Tiergarten Schönbrunn gehen ins Finale: Ab Mai sollen sich Eisbären im neuen Gehege tummeln.

MONIKA SCHACHNER

Ganze 1700 Quadratmeter zum Herumzockeln, tiefe Tauchbecken und ein eigener Mutter-Jungtier-Bereich: Die Verantwortlichen des Tiergarten Schönbrunn haben sich für das neue Eisbären-Gehege einiges einfallen lassen. „Wir bieten den Tieren verschiedene Bodensubstrate wie Wiesen, Fels- und Geröllflächen, aber auch Bäche und Wasserfälle“, erklärt Direktorin Dagmar Schratter. Doch auch auf die Besucher wartet etwas Neues: Ein interaktiver Tunnel soll über die Lebensräume und die Tierwelt von Nord- und Südpol informieren.

Mit dem Abriss der alten Anlage – sie hatte nur ein Drittel der jetzigen Fläche – wurde Ende 2011 begonnen. Rund 3400 Tonnen Beton wurden dabei abtransportiert. Am neuen Gehege wird seit März 2012 gebaut. Technikräume mit Filteranlagen für die Wasseraufbereitung, der Rohbau der Futterküche sowie die Innenräume sind bereits fertig. Im Mai soll das „Franz Josef Land“ schließlich feierlich eröffnet werden. Es wird damit nach jener Inselgruppe im Nordpolarmeer benannt, die bei der österreichischen Payer-Weyprecht-Polarexpedition 1873 entdeckt wurde und bis heute Heimat vieler Eisbären ist. Noch steht allerdings nicht fest, welche Eisbären künftig dort wohnen werden. Die Entscheidung darüber fällt der zuständige Koordinator des Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Dieser übersiedelte die Eisbärenzwillinge Arktos und Nanuq 2010 in den Zoo Hannover. Ihre Eltern Eric und Olinka haben im Zoo Rotterdam 2010 mit dem kleinen Vicks für Nachwuchs gesorgt. Schönbrunn dürfte diesmal jedenfalls ein Pärchen bekommen.

EUROPAS BESTER ZOO

Jährlich strömen mehr als zwei Millionen Besucher in den Wiener Tiergarten Schönbrunn. 12.000 von ihnen besitzen sogar eine Jahreskarte.

Zum dritten Mal in Folge wurde er im Vorjahr zum „besten Zoo Europas“ gekürt – mit Höchstnoten für Artenvielfalt und Tierhaltung, aber auch Investitionen, Marketing, Pädagogik und Personal.

Der Tiergarten operiert prinzipiell kostendeckend – für größere Bauvorhaben benötigt er Bundesmittel. Seit der Ausgliederung aus dem Wirtschaftsministerium waren dies 83 Millionen Euro. Das neue Eisbären-Gehege beispielsweise kostet 10,5 Millionen Euro, das 2012 eröffnete Affenhaus 3,5 Millionen Euro.

Infos: www.zoovienna.at

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