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Überfall auf Geldtransporter für „neues Leben in Afrika“

Räuber wollten mit der Tat den Aufbau eines Dorfes für Waisenkinder in Gabun finanzieren.

Sie habe ihn „Engel“ genannt, erzählte die 35-jährige Angeklagte gestern in einem vollen Gerichtssaal. Der „Engel“ war ein 49-jähriger ehemaliger Wega-Polizist, der nach einer Schussverletzung den Dienst quittiert und eine Sicherheitsfirma gegründet hatte. Auch die 35-Jährige kam aus der Branche: Sie arbeitete für ein Geldtransport-Unternehmen und hatte nach dem Ende einer Affäre mit einem verheirateten Kollegen dort ihren Job verloren.

„Ich habe mich damals in einem tiefen Loch befunden“, sagte die Angeklagte. Da kam ihr rettender „Engel“, mit dem sie jedoch nicht liiert war. Ihm habe sie zu „tausend Prozent“ vertraut. Dieser Freund war nach einem dienstlichen Aufenthalt in Afrika mit dem festen Vorsatz zurückgekommen, etwas Gutes zu tun. Und für die Frau eröffnete sich beim Gedanken, in Gabun ein Dorf für Waisenkinder aufzubauen, eine glänzende Zukunftsperspektive. Fehlte bloß noch das Geld. Also tauchte sie in ihrer Ex-Firma auf, kopierte heimlich Einsatzpläne. Am Tag vor Weihnachten passten sie gezielt einen Geldtransporter ab, der zum Befüllen von Bankomaten unterwegs war. Über die beachtliche Beute von mehr als drei Millionen Euro konnte sich das Paar nicht lange freuen. Die Ermittler kamen ihnen bald auf die Spur

Nicht rechtskräftig

Das karitative Motiv für den Raub wurde auch vom Gericht geglaubt – allein, es war kein Milderungsgrund. Räuberin und Räuber wurden zu je acht Jahren Haft verurteilt, das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

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