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Ex-Landesrat Josef Martinz zahlte 600.000 Euro Buße

Wien/Klagenfurt. Vom Sechs-Millionen-Honorar, das der verurteilte Steuerberater Dietrich Birnbacher beim Hypo-Deal als Berater zu unrecht kassiert hat, sind jetzt 600.000 Euro wieder an die Kärntner Landesholding zurückgezahlt worden. Allerdings nicht von Birnbacher, sondern von dem zu einer Haft verurteilten Ex-Landesrat Josef Martinz. „Er hat einen Kredit aufgenommen und vor wenigen Tagen diese Summe überwiesen. In den nächsten Tagen wird Martinz die restlichen 400.000 Euro an die Landesholding überweisen“, bestätigte sein Anwalt Alexander Todor-Kostic. „Wegen der Solidarhaftung der Angeklagten sind sie zur ungeteilten Hand zur Rückzahlung verpflichtet“, erklärt Todor-Kostic, warum Martinz eine Million Euro zurückzahlen muss, obwohl nur Birnbacher das Honorar kassiert hat. Doch Martinz und sein Anwalt wollen sich das Bußgeld zurückholen.

„Es kann nicht sein, dass Birnbacher im Prozess den Saubermann spielt und zusagt, dass er alles zurückzahlt und jetzt behauptet er, dass er kein Geld hat. Die Vermögensverschiebungen innerhalb der Familie Birnbacher werden wir uns genau anschauen“, sagte Todor-Kostic.

Die Landesholding hat eine Salzburger Anwaltskanzlei mit der Eintreibung des Geldes beauftragt. Nicht nur bei Birnbacher und Martinz, sowie den weiteren Verurteilten Gerd Xander und Hans-Jörg Megymorez, sondern gegebenenfalls auch bei den Erben Jörg Haiders. .

Von den kassierten sechs Millionen Euro Honorar beim Hypo-Verkauf an die Bayern hätten Birnbacher nach Gerichtsangaben aber lediglich 300.000 Euro zugestanden. Außer einem bei ihm beschlagnahmten Sparbuch mit knapp einer Millionen Euro hat die Kärntner Landesholding von Birnbacher bisher aber nichts gesehen. „Sollten die Haider-Erben von der Landesholding rechtlich belangt werden, kann es sein, dass wir uns da anschließen“, sagt Todor-Kostic.

Während der zu 3,5 Jahren Haft, davon drei Jahre auf Bewährung verurteilte Birnbacher bereits nach vier Monaten seine Fußfessel abgestreift hat und auf freiem Fuß ist, büßt Martinz seine viereinhalbjährige Haftstrafe ab. Weil er in Wien einer beruflichen Tätigkeit nachgeht, absolviert er sie mit entsprechendem Tagesfreigang.

Nachdem der Salzburger Anwal für die Landesholding die Bußzahlung von Martinz erwirk hat, hofft er nun auf eine Milderung der Strafe.

ADOLF WINKLER

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