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Ärger um Rauchverbot verglimmt nicht

Die Schutzgemeinschaft der Raucher ist über die Entwicklung erfreut und stellt gleich neue Forderungen, den Wiener Wirten platzt der Kragen.

Die erklärte Absicht der Bundesregierung, in der österreichischen Gastronomie nun doch ein generelles Rauchverbot einzuführen, lässt einen ganz besonders frohlocken: Robert Rockenbauer, Bundesleiter der „Schutzgemeinschaft für Nichtraucher“. Österreich sei ohnedies schon als „Aschenbecher Europas“ bedauert worden, Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sei herzlich zu danken.

Zu Forderungen, die Umsetzung des Verbotes solle flächendeckend durch Gewerbeamt, Arbeitsinspektorat, Lebensmittelkontrolleure sowie durch Polizei und sogar „Parksheriffs“ kontrolliert werden und außerdem bedürfe es rigoroser Strafen, fügte Rockenbauer gleich neue, noch weiter reichende Wünsche hinzu: Rauchverbote auch bei Zeltfesten und in Vereinslokalen, Gleichsetzung von Shishas und E-Zigaretten mit herkömmlichen Zigaretten, Verkaufsverbot an unter 18-Jährige – und ein generelles Rauchverbot im Auto.

Unmut in der Gastronomie

Während der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl in einem Interview bereits festhielt, eine Überwachung des Rauchverbotes sei ganz sicher nicht Sache der Exekutive, wächst der Widerstand bei der Gastronomie. Gestern veröffentlichte der Wiener Wirtschaftsbund eine interne Umfrage, wonach 61 Prozent der Kaffeesieder und 56 Prozent der Gastronomen die bestehende Regelung beibehalten möchten. Man verweist auf die unternehmerische Freiheit und darauf, dass die bisher vom Staat verlangten Investitionen einfach zu hoch gewesen seien, als dass man nun neuerlich alles rückgängig machen könnte.

Peter Dobcak, Gastro-Chef des Wiener Wirtschaftsbundes, nimmt die aktuelle Diskussion zum Anlass für einen Rundumschlag: „Überhaupt könnte man im vergangenen Jahr meinen, der Wirt ist an allem schuld, was passiert: egal, ob Allergien, Rauchen, Glücksspiel oder Bürokratie bei Betriebsanlagengenehmigungen.“ „Der Unmut in der Branche ist hoch“, betonte auch Berndt Querfeld, Fachgruppenobmann Kaffeesieder im Wirtschaftsbund Wien. Derzeit gebe es „im Monatstakt“ Dinge, die die Wirte treffen und Arbeitsplätze gefährden würden. „Das Gastronomensterben hat schon angefangen“, warnte Dobcak.

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