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Zweifel am Selbstmord

Kasache Aliyev soll Schlafmittel erhalten haben. Toxikologisches Gutachten soll Klarheit verschaffen.

WIEN. Verwundert zeigt sich Klaus Ainedter, Anwalt des in der Haft unter mysteriösen Umständen verstorbenen kasachischen Ex-Botschafters Rakhat Aliyev, über die Behauptung der Staatsanwaltschaft, es gebe „derzeit keinen Hinweis auf ein Fremdverschulden“ am Tod seines Mandanten. „Zum einen liegt das toxikologische Gutachten nicht vor, zum anderen wurden die Videobänder noch gar nicht vollständig ausgewertet“, so Ainedter zur Kleinen Zeitung. Aliyev habe sich jeden Abend ein Schlafmittel verabreichen lassen. Vom Gutachten erwartet man sich Aufschluss darüber, ob die Dosis in der Nacht auf Dienstag von der üblichen abgewichen sei.

Völlig unklar sei nach wie vor der Todeszeitpunkt. Der Kasache wurde um 7.20 Uhr in der Früh in seiner Einzelzelle aufgefunden, der 52-Jährige soll sich dort mit Mullbinden erhängt haben. Auch Aliyevs Tagebuch sei noch gar nicht ausgewertet worden. Der Aussage eines Chefinspektors der Polizei zufolge soll der ehemalige kasachische Botschafter in dem Tagebuch ihm im Gefängnis widerfahrene Einschüchterungsversuche notiert haben.

Ainedter hatte seinen Mandanten noch am Vortag besucht. „Er war kämpferischer denn je, denn er ist fix davon ausgegangen, dass sein Prozess mit einem Freispruch endet“, berichtet der Anwalt. Im Frühling hätte sich Aliyev wegen des Doppelmords an den zwei kasachischen Managern vor Gericht verantworten müssen.

MICHAEL JUNGWIRTH

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