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Poller sollen City schützen

Zum Schutz vor Terroranschlägen wird Wien nicht versenkbare Pflöcke errichten.

Nächstes Kapitel im Bemühen Wiens um mehr Sicherheit: Die Zufahrten zum Rathausplatz, zur Kärntner Straße und zur Mariahilfer Straße werden mit nicht versenkbaren Pollern ausgestattet. Die Kosten – 1,5 Millionen Euro – trägt die Stadt Wien. Die Maßnahmen sollen vor Terroranschlägen schützen, konkret das Risiko durch „Rammangriffe mit Lkw“ senken.

Der Rathausplatz macht den Anfang bei den Errichtungen, danach folgen die beiden Einkaufsstraßen. Die Vorkehrungen sollen im Vorfeld der EU-Ratspräsidentschaft im Laufe des Frühjahrs 2018 umgesetzt werden, berichteten Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) bei einem Hintergrundgespräch. Pürstl betonte: „Es gibt keine konkrete Terrordrohung gegen Wien.“

Die drei Standorte sind nicht die ersten, die mit Pollern ausgestattet werden: Erst im September 2017 war entschieden worden, dass vor dem Bundeskanzleramt und der Präsidentschaftskanzlei Poller und doch keine Anti-Terror-Mauer als Anprallschutz errichtet werden sollen. Einige versenkbare Pflöcke sind im Bereich Ballhausplatz bereits in Betrieb.

Dem Beschluss vorausgegangen war ein politisches Possenspiel: Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hatte im August die Bauarbeiter am Ballhausplatz besucht, kurze Zeit später aber betont, keine Ahnung zu haben, was dort entstehen soll: nämlich fünf 80 Zentimeter hohe, je acht Meter lange Teilstücke einer Anti-Terror-Mauer. Die publik gewordenen Pläne sorgten danach für helle Aufregung, viele sorgten sich um das Stadtbild, sodass Kern die Arbeiten stoppen ließ. Errichtet werden stattdessen nun 42 Poller um 488.000 Euro.

Pikantes Detail am Rande: Nicht nur das Kanzleramt (zumindest auf Ebene seiner Spitzenbeamten), sondern eine ganze Reihe von Behörden, Ämtern und Ministerien waren in die Entstehungsgeschichte involviert. Dies beweist ein Aktenvermerk von Ende 2016, der Medien zugespielt wurde. Nun will sich der Rechnungshof die Errichtungspläne ansehen.

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