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90.000 Tonnen Streusalz und ein Feuersturm

Der Autobahnbetreiber Asfinag steht für den Winter einsatzbereit. Für eine Million Euro wurde in Sachen Winterdienst aufgerüstet.

Rechtzeitig vor Einsetzen des prognostizierten Temperatursturzes lud die Asfinag gestern zur Präsentation ihres Winterdienstes. Mit gutem Grund: Rund eine Million Euro hat der Autobahnbetreiber heuer in die Weiterentwicklung von Technologien investiert. „Das betraf sehr viel im Bereich der Prävention“, betonte Heimo Maier-Farkas, Leiter der Autobahnmeistereien.

Für jeden einzelnen der 240 Autobahn- und Schnellstraßenabschnitte kann jetzt eine eigene Wetterprognose erstellt werden. „Wir können hier auf Mikroklimazonen Rücksicht nehmen“, erklärte Maier-Farkas. Die Mitarbeiter der Asfinag bedienen sich dabei der 400 installierten Glätte-Meldeanlagen und rund 3500 Detektoren, die ganz präzise Angaben über Fahrbahntemperatur, Wetterlage oder Restsalzmenge machen. Einzelne Autobahnmeistereien verfügen sogar über besondere Messstellen zur Vorhersage von Raureif und Reifglätte.

Präventiv Salz streuen heißt es daher, wenn die Messungen niedrige Temperaturen und frostige Prognosen ergeben. Noch bevor es zu Niederschlägen kommt, wird eine „schwimmende Oberfläche“ mittels Salz-Wasser-Gemisches erzeugt. „Bisher gibt es noch keine Alternative zum Salz“, betonte Maier-Farkas. Doch es wird so wenig wie möglich gestreut. „Wir benötigen nur rund drei Gramm Salz pro Quadratmeter. Das entspricht etwa der Menge, die man auf ein Frühstücksei streut“, erklärt der Experte.

90.000 Tonnen Streusalz wurden bereits für den heurigen Winter eingelagert. 1200 Asfinag-Mitarbeiter stehen für den Ernstfall mit rund 400 Fahrzeugen einsatzbereit. Neu dazugekommen sind die „Fire Storm“-Fahrzeuge, auf Deutsch Feuersturm, die zum Retter in der Not werden können. Salz kann Schnee nur bis zu einem Zentimeter Höhe auftauen, die „Fire Storm“-Fahrzeuge können mittels eines Aufbaus am Heck ein 40 Grad warmes Sole-Gemisch auf die Straße sprühen und so den Schnee „förmlich aufschneiden“. Zum Einsatz kommen sie, wenn durch liegen gebliebene Lkw der Verkehr stillsteht, vorerst allerdings nur auf der Wiener Außenring-Autobahn. Ab 2018 wird der Feuersturm auch auf der Südautobahn im Packabschnitt und der Tauernautobahn positioniert.

Trotz all der Maßnahmen: „Wir brauchen auch das Teamwork mit den Autofahrern“, betonte Asfinag-Geschäftsführer Josef Fiala gestern. „Mit richtiger Winterausrüstung und größeren Sicherheitsabständen.“

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