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Buchenwälder im Schaufenster der Welt

Erste Naturerbe-Auszeichnung für Österreich: Nationalpark Kalkalpen steht damit in einer Reihe mit Yellowstone oder den Dolomiten.

Groß und ursprünglich, natürlich, vielfältig, dynamisch, gegensätzlich: Es sind zahlreiche Attribute, die den Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich beschreiben und damit zu seiner Auszeichnung führten. Gemeinsam mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein in Niederösterreich wurden die alten Buchenwälder von der Unesco zum Naturerbe gekürt. Damit reihen sie sich gemeinsam mit dem berühmten Yellowstone-Nationalpark in den USA oder den Südtiroler Dolomiten in die Liste berühmter Weltnaturerbe-Stätten ein.

„Die Eintragung in die Welterbeliste ist die höchste Auszeichnung auf internationaler Ebene“, betonte Umweltminister Andrä Rupprechter, als er gestern im Landhaus von St. Pölten die Urkunden an Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl (alle ÖVP) überreichte. Früher beherrschten Buchenwälder das Landschaftsbild Mitteleuropas, heute sind davon nur noch wenige in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Mit der Aufnahme des Nationalparks Kalkalpen und des Wildnisgebietes Dürrenstein wurde ein grenzüberschreitendes Projekt zum Schutz alter Buchenwälder um mehr als 7100 Hektar erweitert. Insgesamt erfasst das Weltnaturerbe nun zwölf Staaten mit 78 Teilgebieten und 92.000 Hektar streng geschützter Buchenwälder sowie 253.400 Hektar an Pufferzonen. „Wir wollen an einem Weltnaturerbe-Zentrum arbeiten“, kündigte Mikl-Leitner gestern an. Bund, Länder und die europäische Ebene wollen 2,5 Millionen Euro investieren. Das Umweltministerium plane, die Koordinierung mit den elf anderen Staaten – Albanien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Italien, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien und Ukraine – für die nächsten zwei Jahre tatkräftig zu unterstützen und führend tätig zu sein.

Der Nationalpark Kalkalpen zeichnet sich besonders durch seinen Artenreichtum und seine Vielfalt aus. Es gibt in dem Gebiet 30 Waldtypen und 34 Baumarten, die älteste Buche ist 525 Jahre alt. Insgesamt finden sich mehr als 10.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in den Rotbuchenwäldern, die es weltweit ausschließlich in Europa gibt. „Die Anerkennung als Welterbe ist das Ergebnis eines internationalen Forschungsprojekts, das 2012 gestartet wurde“, betonte Nationalparkdirektor Erich Mayrhofer. Für die Landeshauptleute ist die Auszeichnung „eine tolle Visitenkarte“, die Ober- und Niederösterreich „ins Schaufenster der Welt“ rücken wird.

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