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Deradikalisierung vor Prozess wohl gescheitert

19-jähriger Wiener soll deutschen Buben zu Selbstmordanschlag auf Weihnachtsmarkt angestiftet haben. Demnächst steht er vor Gericht.

Seit mittlerweile 14 Monaten sitzt ein 19-jähriger Wiener mit albanischen Wurzeln in der Wiener Justizanstalt in Untersuchungshaft. Dort wird er einem Deradikalisierungsprogramm unterzogen, doch ob das Erfolg hat, ist mehr als fraglich: Gestern wurde bekannt, dass er Mithäftlinge zum Islam bringen soll und erst kürzlich Zeichnungen von brennenden Gebetshäusern und gewalttätigen Glaubenskriegern in seiner Zelle gefunden wurden.

Auch sie werden eine Rolle spielen, wenn sich Lorenz K., der sich seit seiner Radikalisierung mit 16 Jahren im Gefängnis Sabur Ibn. G. nennt, ab 4. April am Wiener Landesgericht vor Richter und Geschworenen verantworten muss. Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Er soll 2016 einen zwölfjährigen Buben angestiftet haben, einen Selbstmordanschlag auf den Weihnachtsmarkt von Ludwigshafen zu verüben. Den Deutsch-Iraker hatte er im Internet kennengelernt.

Der noch strafunmündige Bub verübte auch wirklich zwei Anschlagsversuche, die nur scheiterten, weil dem Zwölfjährigen die technischen Kenntnisse fehlten. „Er hatte einen Rucksack mit einer selbst gebastelten Nagelbombe in einem Gebüsch abgestellt“, erklärt Ludwigshafens Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. Auch der zweite Attentatsversuch mit einem Sprengkörper scheiterte, weil dieser nicht zündfähig war. Der Versuch, die eigene deutsche Frau zu einem Selbstmordattentat zu überreden, scheiterte, weil der junge Wiener zuvor verhaftet werden konnte.

Beim Prozess setzt das Landesgericht aus Vorsichtsgründen auf erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. „Es werden zusätzliche Kontrollen vor dem Gerichtssaal durchgeführt“, so Sprecherin Christina Salzborn. Mit einem Urteil ist nicht vor dem 12. April zu rechnen.

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