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Falscher Arzt täuschte gar Profi-Sportler

14 Monate wegen Betrugs und Kurpfuscherei.

Ein im Behindertensport erfolgreicher Trainer – er fungierte beispielsweise als Chefcoach eines heimischen Paralympics-Medaillengewinners – wurde gestern am Wiener Landesgericht zu einer Strafe von 14 Monaten bedingt verurteilt. Er gab sich als Arzt aus, leitete mehrere sportwissenschaftliche und sportmedizinische Institute und führte Dutzende Leistungs- und Hobbysportler hinters Licht.

Der Angeklagte, der nie ein Medizinstudium in Angriff genommen hatte, trat als Sportmediziner bzw. Facharzt für innere Medizin und medizinische Leistungsphysiologie auf. Er war bestens vernetzt. So wurde er unter anderem als Projektbegleiter für das Team Rot-Weiß-Rot – das Spitzensportförderungsprogramm des Bundes – beschäftigt. Auf Honorarbasis führte er regelmäßig sportmedizinische Untersuchungen durch. In einem namhaften Institut kassierte er für 234 solche Untersuchungen. Daneben führte er dort bei Sportlern Herz-Ultraschalluntersuchungen durch.

„Da hört sich dann der Spaß auf“, befand Richterin Christina Salzborn. Der Angeklagte erwiderte, er habe sich nach Trainerausbildungen im In- und Ausland ein enormes sportmedizinisches Wissen angeeignet: „Ich kann das wirklich.“ Für Verteidiger Rudolf Mayer war sein Mandant „ein Hochstapler, nicht so sehr ein Betrüger“. Dessen ungeachtet wurde dieser wegen schweren Betrugs und Kurpfuscherei verurteilt.

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