Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Wien

Ab Oktober stellt Amazon auch selbst Pakete zu

Im Amazon-Hauptquartier in Seattle wird die Werbetrommel gerührt und eine Paketzustellung demonstriert. AP/Warren

Im Amazon-Hauptquartier in Seattle wird die Werbetrommel gerührt und eine Paketzustellung demonstriert. AP/Warren

Der US-Onlinehändler baut auch in Wien eine Eigenzustellung auf. Die Post investiert indessen in die eigene Infrastruktur.

Amazon wildert im Revier der Österreichischen Post. In Wien will der Onlinehändler ab Oktober Pakete auch mit externen Partnern selbst zustellen – das bestätigt die Post, während Amazon noch nichts sagt.

Überraschend kommt dieser Schritt nicht. Im März erklärte Post-Chef Georg Pölzl der Redaktion: „Das ist nur eine Frage der Zeit. Wir beschäftigen uns aber intensiv damit.“ Die Post bleibe Partner des US-Händlers und dieser einer der größten Kunden der Post im schnell wachsenden Paketgeschäft, sagte Post-Sprecher Michael Homola gestern.

In mehreren deutschen Städten beauftragt Amazon bereits seit drei Jahren Paketzusteller, die im Namen Amazons arbeiten. Der Lieferdienst soll ausgeweitet werden, was als ernste Bedrohung für die Deutsche Post gesehen wird.

Starthilfe. Im eigenen Land forciert Amazon den Ausbau des eigenen Zustelldienstes ebenfalls und forderte gestern Unternehmer auf, kleine Lieferfirmen zu gründen. Die Verantwortlichen des Online-Giganten versprechen Starthilfe und stellen einen operativen Gewinn von 300.000 US-Dollar pro Jahr in Aussicht. Amazon will, dass hunderte Zustellfirmen mit dem Logo des Händlers durch die USA fahren. Vonseiten des Konzerns wird übrigens damit argumentiert, dass die wachsende Zahl von Paketzustellungen die etablierten Zusteller FedEx, UPS und US-Post überfordere.

Auch in Österreich nimmt das Paket-Geschäft wegen des Onlinehandels stark zu. Im ersten Quartal 2018 kam die Post auf ein Plus von 12,9 Prozent. 2017 wuchs der gesamte Paketmarkt um 15 Prozent auf 209 Millionen Stück, davon entfielen 47 Prozent auf die Post, die ihren Marktanteil ausbauen konnte. Pölzl rechnet mit einem anhaltenden Trend. In den nächsten Jahren wird die Post daher jährlich 150 Millionen Euro in die Infrastruktur wie Paketzentren investieren.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.