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Fünf Tage lang sind Grenzen dicht

Kontrollen bei der Einreise nach Tirol und Blockabfertigung beim Schwerverkehr: Es kam bereits zu ersten Staus. Wegen EU-Ministertreffen müssen sich Urlauber gedulden.

Die Einreisekontrollen sind befristet, auf die Zeit von 9. bis 13. Juli. Fünf Tage, die jedoch, mitten in der Urlaubszeit, für einigen Unmut bei den Autofahrern sorgen werden. Denn in diesen fünf Tagen werden an einigen wichtigen österreichischen Grenzen wieder Personen überprüft. Anlass für die Maßnahmen ist eine zweitägige Konferenz der EU-Minister in Innsbruck. Der informelle „EU-Rat Justiz und Inneres“ findet im Zuge des österreichischen Ratsvorsitzes im zweiten Halbjahr 2018 am Donnerstag und Freitag in der Tiroler Landeshauptstadt statt. Die Grenzkontrollen dienten der „Sicherheit und Ordnung“, wie die Behörden erklären. „Wir sind auf der Suche nach möglichen Störern, nicht speziell nach Migranten“, erklärte ein Polizeisprecher vor dem Start der Kontrollen, die am Sonntag Punkt 24 Uhr begannen.

Seit Mitternacht werden Reisende etwa beim deutsch-österreichischen Autobahnübergang Kiefersfelden/Kufstein sowie bei der Einreise von Italien am Brenner kontrolliert. Nach Polizeiangaben müssen die Autofahrer ihre Fahrzeuge für Sichtkontrollen auf Tempo 30 herabbremsen. So können die Beamten an der Grenze einen genauen Blick ins Fahrzeuginnere werfen. Anhalten und ihre Papiere zeigen müssen die Autofahrer nur auf Aufforderung. „Es wird stichprobenartig kontrolliert“, betont der ÖAMTC, der mit Wartezeiten und damit längeren Reisezeiten rechnet. Um lange Staus zu verhindern, sollen zwar zwei Spuren geöffnet sein, dennoch gab es bereits gestern Früh erste Behinderungen. Am längsten war der Stau auf der Autobahn vor Kufstein. „Er reichte bis Brannenburg in Bayern zurück“, sagte der Leiter der Tiroler Verkehrsabteilung, Markus Widmann. Rund 15 Kilometer lang war die Kolonne von Schwerfahrzeugen, die durch die Blockabfertigung des Schwerverkehrs in Kufstein ausgelöst worden war. „Nennenswerte Aufgriffe“, so die Polizei, brachten die Grenzkontrollen bisher aber nicht. Kontrolliert wurde übrigens auch auf dem Innsbrucker Flughafen.

Es wird übrigens nicht die einzige derartige Aktion im heurigen Jahr sein: Bereits jetzt sind erneut fünftägige Grenzkontrollen in Österreich geplant, und zwar rund um das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am 20. September in Salzburg.

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