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Kommt doch eine City-Maut für Wien?

Zufahrt in den 1. Bezirk soll begrenzt werden. Ob mittels Einfahrgebühr oder baulicher Hindernisse, ist noch unklar. Verkehrskommission arbeitet bereits.

Zuerst der Streit um das Anrainerparken, dann die Querelen um die Begegnungszone Rotenturmstraße – für den Bezirksvorsteher der Inneren Stadt in Wien scheint das Fass damit voll zu sein. Markus Figl (ÖVP) gab, wie er gestern verriet, ein umfassendes Verkehrskonzept für die Wiener City in Auftrag. Die Verkehrskommission des Bezirks arbeite laut Figl bereits daran.

„Wir kommen damit Zufahrtsbeschränkungen in der Inneren Stadt einen Schritt näher“, betont der Bezirksvorsteher, der derzeit weder eine City-Maut noch bauliche Maßnahmen wie Poller dabei ausschließen will. „Aus meiner Sicht darf es keine Denkverbote geben“, so Figl. Betroffen ist vor allem der Bereich innerhalb der Ringstraße, doch auch der darüber hinausgehende Bereich – der 1. Wiener Gemeindebezirk reicht bis zur sogenannten Zweierlinie – soll von der Prüfung nicht ausgenommen werden.

Wann das Konzept vorliegen wird, ist ebenfalls noch nicht fixiert. Man werde sich zeitlich nicht hetzen lassen. Wie allfällige Einfahrtshürden umzusetzen wären, damit will sich Figl nach Finalisierung des Konzepts beschäftigen. Es sei dann rechtlich zu erörtern, ob der Bezirk die Maßnahmen alleine einführen kann. Unterstützung durch Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) dürfte ihm jedoch sicher sein: „Es freut mich, dass wir beide gemeinsam am ,big picture‘, einem großen Verkehrskonzept für die Innere Stadt, arbeiten“, schrieb sie.

Überrascht zeigte sich hingegen der ÖAMTC. „Vor wenigen Wochen wurde das Thema CityMaut von der Wiener ÖVP noch generell abgelehnt. Auch der Bezirksvorsteher hat sich dazu bislang immer skeptisch geäußert“, so Nikolaus Authried. Aus Sicht des ÖAMTC müssten die Wiener, die sich 2010 bei einer Volksbefragung klar gegen eine City-Maut ausgesprochen haben, neuerlich befragt werden.

Der Verkehrsclub Österreich begrüßt hingegen die Diskussion. International gebe es bereits viele Städte, die in den historischen Stadtkernen den Verkehr deutlich reduziert hätten.

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