Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Heinisch-Hosek: „Ich habe die Nase voll“

Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch- Hosek hat genug von Pannen des Bifie und will es intern prüfen lassen.

Die Generalprobe für die ab 2015 an allen AHS verpflichtende Zentralmatura kommt nicht aus der Kritik. Am Freitag fanden an fünf Wiener AHS die Schüler in einem Mathe-Testheft nur acht statt 24 Aufgaben vor. Die Direktoren wurden vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie), das die zentrale Reifeprüfung abwickelt, per Mail angewiesen, auf das Backup-System zurückzugreifen und die Aufgaben aus dem Internet herunterzuladen. Die Matura wurde dann nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.

Nach dieser Panne und der Diskussion über die hinaufgesetzte Punktgrenze in den Fremdsprachen will Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“. Denn es seien schwerwiegende Management- und Kommunikationsfehler passiert, diese gelte es nun im Zuge einer internen Revision zu überprüfen, erklärte die Ministerin am Freitag.

Tabulos diskutieren

„Ich habe die Nase voll und kann das nicht mehr länger akzeptieren“, betonte Heinisch-Hosek. Man müsse nun „tabulos“ diskutieren, damit die Zentralmatura kommendes Jahr ohne Probleme vonstatten gehen könne. Mit Ergebnissen der internen Revision sei in zwei bis vier Wochen zu rechnen. „Dann entscheide ich“, meinte die Ministerin.Vor allem ein Dorn im Auge war Heinisch-Hosek die Kommunikationspolitik des Bifie. Es sei „sehr schlampig“ und teilweise unabgesprochen mit dem Ministerium kommuniziert worden. Insbesondere bei der Englisch-Zentralmatura läge das Problem rein an diesen Kommunikations-Defiziten, so die Bildungsministerin. Bezüglich der Bandbreite beim Beurteilungsschlüssel in den Fremdsprachen habe ihr eine Expertenkommission mitgeteilt, dass die Bewertung so durchgeführt werde. Von einigen Lehrern habe sie gehört, schon von dieser Bandbreite bei den Prozentgrenzen für eine positive Note gewusst zu haben, von einigen anderen wieder nicht. Auf die Frage, ob die 63-Prozent-Hürde für eine positive Beurteilung ausgesetzt werde, meinte die Ministerin, dass man auch das in „aller Ruhe“ zu entscheiden habe. Sie wolle aber die nun vorliegenden Ergebnisse nicht verfälschen, indem sie diese jetzt ändere.

Kein Rücktritt

Einer kompletten Auflösung des Bifie wollte Heinisch-Hosek am Freitag nicht zustimmen. Sie sei jedoch für eine „Redimensionierung“ der Einrichtung. Schließlich hätten etwa die zwei vorhandenen Standorte für eine „Unübersichtlichkeit“ gesorgt. Dabei gelte es herauszufinden, wo das Ministerium etwa selber tätig werden könne. Einen Rücktritt schloss die Ministerin kategorisch aus.

Artikel 2 von 8
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.