Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Die neue Achse Athen – Moskau

Die Linke Griechenlands pflegt eine enge Bindung. Auch aus Dankbarkeit.

BRÜSSEL. Gleichzeitig mit dem Auftritt von Nikos Kotzias in Brüssel dementierte das Außenministerium in Athen einen Bericht der „Financial Times“, wonach der frühere Professor den großrussischen Vordenker Alexander Dugin an seine Universität in Piräus geladen hat. Unstrittig sind Bilder von Kotzias und Dugin, die auf Twitter kursieren. Dugin gilt als Vordenker eines russischen Neoimperialismus. „Nach dem Kollaps der marxistischen Ideologie und dem Sieg des Westens im Kalten Krieg kam als Ablösung des Marxismus keine schlüssige und stabile Ideologie, die fähig war, mit dem Liberalismus zu konkurrieren“, schrieb er 2001 in seinem eurasischen Manifest. Sein Gegenmittel: die Tradition der russischen Orthodoxie, die Sozialkritik der russischen Populisten und Sozialisten, den Traditionalismus der Konservativen Revolution eines Oswald Spengler.

Die Überraschung in Brüssel über die russlandfreundliche Haltung des neuen Premiers Alexis Tsipras ist auch nicht gerechtfertigt. Diplomaten wissen um die engen Bande zwischen den Kommunisten Griechenlands und der ehemaligen Sowjetunion. Die hellenistischen KPler waren in der Zeit der Militärjunta schweren Verfolgungen ausgesetzt. Moskau bot Hilfe und Zuflucht. Viele aktive griechische Politiker mit KP-Vergangenheit haben in Moskau studiert. Das gilt auch für das politische Establishment Zyperns. Außenminister Kotzias ist so ein früherer Kommunist. Er war ein hoher Jugendfunktionär der griechischen KP und wurde von der Junta verfolgt. JOHANNES KÜBECK

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.