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Starkes Gefälle zwischen Stadt und Land

Im urbanen und ländlichen Raum wurde deutlich anders gewählt. Die Auszählung der Wahlkarten dauerte länger als erwartet.

Eigentlich hätte Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) das offizielle Wahlergebnis bereits gestern Nachmittag verkünden sollen. Doch die Auszählung der Wahlkarten ließ auf sich warten, die Steiermark und Wien waren die Schlusslichter. Zu Redaktionsschluss stand das Endergebnis der Nationalratswahl vom vergangenen Sonntag noch immer nicht fest und auch Minister Sobotka war noch nicht vor die Kameras getreten.

Jene Zahlen, die bereits am Nachmittag bekannt waren, zeigen indes starke Unterschiede im Wahlverhalten zwischen urbanen Räumen und dem Land auf. Im städtischen Raum konnte die SPÖ zulegen, in ländlichen Gebieten verzeichnen FPÖ und ÖVP zusammen in Summe sogar eine Zweidrittelmehrheit (67,2 Prozent). Auch im städtischen Bereich kommen die Parteien gemeinsam auf eine einfache Mehrheit von 57 Prozent. Der Stimmenzuwachs für ÖVP und FPÖ gemeinsam beträgt sowohl in der Stadt als auch auf dem Land 15 Prozentpunkte. Eine Ausnahme sind nur die Großstädte, wo keine türkis-blaue Mehrheit zustande kam. Mit 45 Prozent verfehlen die beiden Parteien die Mehrheit klar.

Die ÖVP baut im Vergleich zur Wahl von 2013 ihren Vorsprung auf die SPÖ im ländlichen Raum aus, die SPÖ umgekehrt in Städten den ihren auf die ÖVP. 38 Prozent hat die ÖVP in ländlichen Gebieten eingefahren, die SPÖ in urbanen Zentren 33,3. In den Zonen dazwischen, also in mittelgroßen Städten und in Vorstädten, ergibt sich ein Mittelwert: Alle drei Parteien sind etwa gleich groß. Seit der letzten Wahl haben ÖVP und FPÖ hier massiv zugelegt.

Im Burgenland erhielt der Spitzenkandidat der SPÖ, Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, insgesamt etwa 27.700 Vorzugsstimmen, ein Rekordergebnis für den Mann, der immer wieder als Alternative zu Christian Kern als SPÖ-Chef ins Spiel gebracht wird. Gleich hinter Doskozil liegt der freiheitliche Listenführer Norbert Hofer mit 17.600 Vorzugsstimmen. In Niederösterreich liegt Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) mit 16.311 Vorzugsstimmen knapp an dritter Stelle. Die Kärntner Ergebnisse führt Elisabeth Köstinger, Generalsekretärin der ÖVP, an. In Wien steht FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf dem Podest, der über 20.000 Vorzugsstimmen in seinem Wahlkreis erhielt. Steirischer Sieger im Wettkampf um die meisten Vorzugsstimmen ist – wieder einmal – der Gewerkschafter Josef Muchitsch (SPÖ), in Tirol siegte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP). In Oberösterreich lag FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner vor allen anderen. Auf nationaler Ebene schlug ÖVP-Chef Sebastian Kurz seine Konkurrenten.

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