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INTERVIEW

„Neu erfinden in Regierung auch möglich“

SPÖ-Urgestein Josef Cap über die Oppositionsrolle.

Die SPÖ stellt die Weichen in Richtung Opposition. Eine gute Entscheidung?

josef cap: Freiwillig geht niemand in Opposition, vor allem wenn Herausforderungen wie Migrationsströme, Digitalisierung, Neuordnung der Weltwirtschaft warten. Aber es scheint, als ob sich ÖVP und FPÖ deutlich annähern. Ich habe seit 1983 alle Koalitionsformen miterlebt – Ziel muss es sein, rasch wieder aus der Opposition zu kommen.

Was kann die SPÖ aus den Oppositionsjahren 2000 bis 2006 lernen?

Damals hatte die SPÖ mehr als ein Drittel der Mandate. Jetzt braucht man bei Verfassungsklagen etc. mehrere Parteien. Es wird wichtig sein, eine Gegenhegemonie mit sozialen Inhalten zu entwickeln und mit Auftritten im Parlament sowie Öffentlichkeitsarbeit auf die Schwächen der Regierung hinzuweisen.

Wie kann man sich in der Opposition „neu erfinden“?

Davon halte ich wenig. Was hindert einen, sich in der Regierungsverantwortung neu aufzustellen? Dort ist man angesichts von Umsetzung und Machbarkeit gezwungen, sich ständig zu hinterfragen und Positionen nachzuschärfen.

Trotz 5435 Vorzugsstimmen sind Sie nicht mehr im Nationalrat. Das Ende der Karriere?

Die Hürde war zu hoch. Ich bleibe auf Bezirksebene aktiv. Interview: Wolfgang Fercher

„Neu erfinden in Regierung auch möglich“
„Neu erfinden in Regierung auch möglich“
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