Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

„Kern hatte keineChancen“

Experten befassen sich mit dem Kurz-Effekt.

Einen äußerst lesenswerten Überblick über den dramatischen Zerfall der Parteienbindungen und die Umbrüche in der Wählerschaft liefern der Politologe Fritz Plasser und der Meinungsforscher Franz Sommer in ihrem neuesten Werk „Wahlen im Schatten der Flüchtlingskrise“. Während es 1972 bloß acht Prozent Wechselwähler gab, ist die Zahl auf 68 Prozent explodiert. Nur 27 Prozent der Wähler sind heute noch Stammwähler.

Ausführlich befassen sich die beiden Autoren mit der Flüchtlingskrise, die die politische Landschaft auf den Kopf gestellt hat – nicht nur, weil alle anderen Themen davon überlagert worden sind. Kurz nahm die Krise zum Anlass, um „in thematische Kompetenzbereiche der FPÖ vorzudringen“. Ausführlich widmen sich Plasser und Sommer dem „Kurz-Effekt“, der eine in der Geschichte der Zweiten Republik „beispiellose Wanderungsbewegung“ ausgelöst habe. „Als Kurz am 12. Mai die ÖVP übernahm, war die Nationalratswahl schon entschieden, Kern hatte keine Chancen.“ Den Machtwechsel 2017 will Plasser nicht als „Rechtsruck“ bezeichnen. Er spricht nur von einer „sektoralen ideologischen Rechtsverschiebung“. Michael Jungwirth

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.