Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Premier Fico zieht Konsequenz aus dem Journalistenmord

Der slowakische Ministerpräsident kündigte nach den anhaltenden Protesten im Land seinen Rücktritt an.

Nach dem Mord am Investigativ-Journalisten Jan Kuciak hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico seinen Rücktritt angeboten. In vergangenen Tagen sei die Slowakei von einer Krise erschüttert worden, Neuwahlen würden aber zu Chaos und Unruhe führen, sagte der Sozialdemokrat vor Journalisten in Bratislava.

EU-Sicherheitskommissar Julian King hatte zuvor die Regierung aufgefordert, bei der Aufklärung über die Hintergründe eng mit der EU zusammenzuarbeiten. Die EU-Behörde zur Betrugsbekämpfung werde überprüfen, inwiefern in der Slowakei Gelder aus dem Gemeinschaftshaushalt veruntreut wurden, sagte King.

Der ermordete Journalist hatte mehrfach Artikel über korrupte Machenschaften in der Slowakei veröffentlicht. Er wurde am 25. Februar gemeinsam mit seiner Verlobten erschossen. Im EU-Parlament forderten Abgeordnete aller maßgeblichen Fraktionen die EU auf, sich an der Aufklärung des Falles zu beteiligen. King sagte dazu, die europäische Polizei habe Ende Februar Experten in die Slowakei entsandt. Im Übrigen werde die EU-Kommission Projekte zur Korruptionsbekämpfung finanziell unterstützen. Auch werde sie in Kürze Vorschläge zum besseren Schutz von Whistleblowern, die auf Missstände aufmerksam machen, vorlegen.

Medienberichten zufolge hatte Kuciak über mutmaßliche Verfehlungen von Unternehmern berichtet, die der sozialdemokratischen Partei Smer von Premier Fico nahestehen sollen. Im vergangenen Herbst erhielt er demnach Drohungen und erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.